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Wedel-Schulauer Tageblatt

12. Dezember 2017 | 05:59 Uhr

Grünes Licht für Freizeitgelände

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Mehrgenerationenplatz Aktivregion stellt 95 500 Euro EU-Mittel zur Verfügung / Holm trägt 111 000 Euro Restkosten

Die Außenarbeiten haben bereits begonnen, ein hoher Wall ist schon aufgetürmt, nun wurde auch politisch der Weg freigemacht: Der Bau des sogenannten Mehrgenerationenplatzes in Holm wurde während der jüngsten Sitzung des Gemeinderats einstimmig beschlossen. 206  700 Euro soll das Prestigeobjekt hinter den Tennisplätzen kosten, das eigentlich nur ein Ersatz für den bisher an den Holmer Sandbergen liegenden Jugendbolzplatz sein sollte. Dieser soll wegen eines möglichen Neubaus eines Baseball-Platzes der TSV-Sparte weichen.

Für eine Luxuslösung hatte sich Bürgermeister Walter Rißler (CDU) stark gemacht. Aus dem Jugendplatz wurde kurzerhand ein Mehrgenerationenplatz – weil nur mit dieser Begründung über die Aktivregion Geld aus der Europäischen Union fließt (unsere Zeitung berichtete).

Der Lärmschutzwall soll nicht nur die Nachbarschaft vor Krach schützen, sondern auch vor möglichen verirrten Pfeilen, denn die Bogenwiese des TSV Holm liegt dahinter. Zudem soll eine Bepflanzung für weiteren Schutz sorgen. Auf einen Ersatz der alten Skater-Halfpipe soll verzichtet werden. Statt dessen soll für 25  000 Euro ein Kletterfelsen entstehen. Ein Streetballfeld mit Zaunanlage schlägt mit 85  000 Euro zu Buch, ein Trampolin mit 5000 Euro, eine Slagline – ein Balancierseil – kostet 2500 Euro und ein Trimm-Dich-Pfad 15  000 Euro. Zudem ist eine Grill-Ecke mit Boulefläche für 9000 Euro vorgesehen und eine Schutzhütte mit Fahrradbügel für 7000 Euro. Die Planungskosten werden mit 31  200 Euro angesetzt, ein Lärmschutzgutachten mit 5000 Euro und der Wall soll 22  000 Euro kosten. Von der Europäischen Union fließen 95  500 Euro, die Gemeinde muss etwa 111  000 Euro aufbringen.

Sorgen über mögliche Ruhestörungen machte sich CDU-Gemeindevertreter Carsten Hoffmann. „Wer sorgt dafür, dass es keine Randale gibt?“, wollte er wissen. Bürgermeister Rißler verwies auf die Polizei. „Ich hoffe, dass es nicht so schlimm wird“, antwortete Rißler.

SPD-Fraktionschef Dietmar Voswinkel schlug vor, auf den Bau eines zweiten Bouleplatzes zu verzichten, denn es sei ja bereits einer auf dem Dorfplatz geplant. „Ein zweiter ist überzogen“, sagte er. Davon wollte Rißler nichts wissen. Die Planung müsse drin bleiben, weil das gut für die Förderung sei. „So teuer ist das doch nicht“, betonte der Bürgermeister. Schützenhilfe bekam er von CDU-Fraktionschef Uwe Hüttner: „Da brauchen wir nicht drüber regen, das Geld für den Dorfplatz ist da.“ Zudem würden die Bänke von den CDU-Frauen bezahlt. Von einer Kostenbeteiligung des TSV Holms zur Umsiedlung des Jugendplatzes war übrigens keine Rede mehr. Noch im November 2014 hatte Voswinkel dies gefordert.

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