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Flüchtlinge in Wedel : Grünes Licht für den Unterkunftsbau

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Politik beschließt Neubau eines Hauses mit 37 Wohneinheiten am Steinberg 8. Zwei Geschosse plus Staffel geplant.

Wedel | Der Bau ist beschlossen, die Ingenieure beauftragt: Wedel hat die Neuerrichtung eines Wohnhauses zur Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Grundstück Steinberg 8 auf den Weg gebracht.

Der Bau soll hinter dem Schlichtwohnheim parallel zur Steinberghalle entstehen. Geplant sind zwei verklinkerte Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss mit Putzfassade in Anlehnung an die neuen Wohnhäuser, die gleich nebenan an der Wiedestraße gebaut werden, hieß es aus der Bauverwaltung. Die einzelnen Wohneinheiten werden über einen Laubengang erschlossen. Der Entwurf, den die Stadt präsentierte, sieht vorwiegend Einzelzimmer vor. Lediglich fünf der 37 Wohneinheiten sind für mehrere Bewohner ausgelegt. Begründung laut Bürgermeister Niels Schmidt: Die Aufteilung entspreche der Tendenz in der Zuweisung der jüngeren Zeit. Zudem sei es für die Stadt weniger schwierig, Wohnungen für Familien auf dem freien Markt anzumieten als Einzelzimmer. Jede Wohneinheit soll mit eigenen Sanitäreinrichtungen ausgestattet werden, so Jens Zwicker, Leiter des städtischen Gebäudemanagements. In der Not könne man zudem die Einzelzimmer auch mit zwei Personen belegen.

Insgesamt 2,5 Millionen Euro investiert Wedel in den Bau, der 2017 bezugsfertig sein soll. Lediglich die CDU stimmte gegen den Neubau. „Nur aus dem Grund, weil die Stadt hier selbst baut und nicht ein Investor“, sagte Ulrich Kloevekorn, baupolitischer Sprecher der CDU, zur Begründung.

Perspektivisch ist laut Schmidt weiter geplant, die alte Unterkunft abzubrechen und ebenfalls durch einen mehrstöckigen Neubau zu ersetzen. Zunächst müsse man jedoch die Entwicklung der Flüchtlingszuweisungen beobachten, die kaum prognostizierbar sei. So seien gegen alle Erwartungen bereits zwei Wochen lang keine neuen Flüchtlingen nach Wedel gekommen. Ende vergangenen Jahres dagegen lag die Zahl der Unterbringungsfälle häufig bei deutlich mehr als 20 pro Woche.

Schmidt zufolge ist derweil das TSV-Bettenhaus umgebaut und werde bereits belegt. Wie berichtet hat die Stadt die erste Etage des Vereinszentrums an der Bekstraße von den Sportlern gemietet und Kapazitäten für rund 25 Menschen geschaffen. Ebenso viele sollen im anderen Teil der Etage unterkommen, der aktuell ebenfalls umgebaut wird. Und auch im ehemaligen Pflegeheim Haus Sonnenschein bewegt sich etwas: Nach Verzögerungen beim Umbau sollen nun vor Ende Februar die ersten drei Wohnungen zur Belegung freigegeben werden.

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erstellt am 11.Feb.2016 | 12:30 Uhr

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