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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. Oktober 2017 | 16:51 Uhr

Wedel : Grüne wollen die Betreuung ausbauen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Fraktion fordert insgesamt drei neue Gruppen für Kinder an Moorweg- und Altstadtschule. Elternbeiträge sollen nicht steigen.

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2016 | 17:00 Uhr

Wedel | In einer Vorlage hatte die Wedeler Verwaltung auf den steigenden Bedarf bei der Schulkindbetreuung aufmerksam gemacht. Jetzt reagieren die Grünen der Rolandstadt. Die Fraktion fordert einen Ausbau des Angebots – ohne steigende Gebühren. Außerdem denken die Grünen über eine Geschwisterermäßigung nach. Ein entsprechender Antrag steht heute Abend auf der Tagesordnung des Bildungsausschusses.

An der Moorwegschule warten derzeit 47 Erstklässler auf einen Platz in der Nachmittagsbetreuung. Dort sollen zwei weitere Betreuungsgruppen eingerichtet werden. Die Zeiten sollen sich an der Nachfrage der Eltern orientieren. Das gleich gilt für die Altstadtschule, wo die Fraktion sich für eine weitere Gruppe stark macht. An der Altstadtschule stehen momentan 16 Kinder auf der Warteliste.

Zuletzt stockte die Stadt das Angebot im Februar 2014 um 95 Betreuungsplätze auf. Dieser Vorstoß kostete 187  200 Euro. Um die Maßnahme zu finanzieren, erhöhte die Stadt die Elternbeiträge damals um 25 Prozent. Ein solches Vorgehen möchten die Grünen diesmal vermeiden. „Die Beiträge für vollzahlende Eltern sind mit 40 Euro je Stunde in Wedel bereits jetzt schon sehr hoch“, sagt Petra Kärgel in der Begründung des Antrags. Wedel liege auch im Vergleich mit anderen Kommunen in Schleswig-Holstein im oberen Bereich. „Die Beiträge wurden seit 2010 um 54 Prozent angehoben“, betont Kärgel. Der Kostendeckungsgrad durch die Eltern liege mittlerweile bei 40,5 Prozent. Um Eltern von mehreren Kindern zu entlasten, soll die Verwaltung darüber hinaus prüfen, ob eine Ermäßigung für Geschwisterkinder eingeführt werden könnte. In anderen Kommunen sei eine solche Entlastung selbstverständlich.

Eine gute Schulbetreuung sei auch eine Investition in die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Stadt, denn arbeitende Eltern seien eine wichtige Einkommenssteuerquelle. Die Erwerbsquote von Eltern werde durch den Ausbau der Kita-Betreuung kontinuierlich gefördert. Kärgel: „Dies sollte Eltern auch beim Übergang ihrer Kinder zur Grundschule verlässlich möglich sein.“ Die Verwaltung rechnet mittelfristig mit einer steigenden Nachfrage nach Betreuungsplätzen. Grund seien steigende Schülerzahlen in den kommen Jahren. Außerdem seien immer häufiger beide Elternteile in einer Familie berufstätig.

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