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Politiknachwuchs : Grüne Jugend in Wedel gegründet

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Ortsverband hat wieder eine Jugendgruppe. Vorgänger lösten sich wegen Umzugs der Mitglieder immer wieder auf.

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2017 | 15:30 Uhr

Wedel | Sie sind jung, engagiert und waren auf der Suche nach einem politischen Betätigungsfeld – fanden aber keines. Zunächst mischten die Schülerinnen Ewa Gotzes (17) und Mette Gutjahr (16) bei den erwachsenen Grünen mit, bis sie noch weitere junge Leute mobilisiert hatten. Am 31. März haben sie sich jetzt neu gegründet: die jungen Grünen. Und das ist der Grünen-Nachwuchs:

Vorsitzende ist Ewa. Zu den Grünen fühle sie sich hingezogen, weil „ich unsere starke Konsumgesellschaft kritisch sehe, besonderes den Fleischkonsum und das Tierwohl, das damit zusammenhängt.“ Außerdem seien ihr Themen wie Feminismus und Bildung wichtig. „Als Schülerin sehe ich, welch große Probleme es dort gibt“.

Mette nahm am Jugendprojekt „Simulation Europäisches Parlament“ teil. „Das hat meinen Eindruck bestätigt, dass ich mit den Grünen am meisten programmatische Übereinstimmung habe“, berichtet sie, und zwar sei es „die Kombination aus nachhaltiger Sozial- und Umweltpolitik“, durch die sie sich mit der Partei verbunden fühlt.

Alma Sahini (16) kam über den Kontakt zu Ewa und Mette dazu. Für sie hat besonders der Umwelt- und Klimaschutz Priorität: „Das wichtigste ist doch unser Planet, denn ohne ihn können wir gar nicht existieren.“ Diesen Schwerpunkt sehe sie bei den Grünen am besten vertreten. Ihr Blick ist besonders Global, weltweit sei der ökologische Fußabdruck der Menschen zu groß. Deswegen interessiere sie sich über die Parteiarbeit hinaus auch für Organisationen wie Greenpeace.

Jüngstes Mitglied ist Anton Gotzes (14). Ewas Bruder beschloss auch selbst beizutreten. „Ich hoffe, hier Dinge verändern zu können“, sagt er. Auch interessiere ihn am meisten der Naturschutz: „Mich beschäftigt vor allem das Bienensterben.“

Breites Spektrum an Themen

Alle vier sehen nach eigenen Angaben im parteipolitischen Engagement den Vorteil, ein breites Spektrum an Themen bearbeiten zu können. „Die Parteiarbeit betrifft nicht nur ein Thema, sondern alle Lebensaspekte meiner Kommune und meiner Nachbarn.“ Hochkarätig beginnt die Politkarriere der Jungen Grünen: So unternahmen sie gestern einen Wahlkampfspaziergang mit Bundesspitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt, der Fraktionsvorsitzenden im schleswig-holsteinischen Landtag Eka von Kalben und Bundestagsdirektkandidat Bernd Möbius. „Wir wollen auch bei den Aktionen der Erwachsenen Präsenz zeigen“, so Mette. Als erste eigene Aktion der Jugend ist eine Kleidertauschbörse geplant. „Jeder soll alte Kleider mitbringen, vielleicht wechseln sie so den Besitzer“, erläutert Ewa, „als Zeichen gegen die Konsumgesellschaft“.

Karin Holzapfel, Sprecherin der Wedeler Grünen, begrüßt die neue Gruppe. „Eigentlich haben wir immer eine Grüne Jugend, aber wenn der Nachwuchs zum Studium wegzieht, lösen sich die Gruppen auf“, sagt sie. Deswegen sei es wünschenswert, noch mehr Nachwuchs zu bekommen. Eine heterogene Altersstruktur wirke der Auflösung entgegen.

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