Großreinemachen auf dem Spielplatz

Putzaktion: Samir half seiner Mutter Maren Burrows beim Reinigen der „Bühne“.
Putzaktion: Samir half seiner Mutter Maren Burrows beim Reinigen der „Bühne“.

Paten suchen Ideen für die Freispielfläche in der Moorwegsiedlung

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03. April 2019, 16:00 Uhr

Ein riesiges Segel zwischen drei Bäumen wurde zum neuen Kletterparadies, Kinder nutzten die mitgebrachte Lauge, um Seifenblasen zu machen und bei Kaffee und Kuchen wurde Sonntag über die Gestaltung der Freispielfläche an der Ecke Hasenknick / Hasenkamp diskutiert. Es war der Auftakt für die Saison der Wedeler Spielplatzpaten.

Spielplatzpatin Maren Burrows zeigte auf ein Schild: „Spielen erlaubt“ stand dort. „Das sieht kein Kind“, sagte sie. „Es läuft alles etwas verhalten, wenn es eine Freispielfläche sein soll. Es herrscht eher Trostlosigkeit, als dass die Fläche Kinder zum kreativen Spielen einlädt.“ Das will sie nun ändern. Wegen der drei angrenzenden Straßen seien Ballspiele zu gefährlich. Zudem seien Dreck und Scherben ein Problem, die vor allem auch durch die Wertstoffcontainer verursacht werden. „Vielleicht kann man diese versetzen oder nur einseitig befüllen“, regte Burrows an. Auch die Hundestation habe auf einer Spielfläche eigentlich nichts zu suchen. „Es ist keine Hundewiese, aber vielleicht gut, wenn die Station hier steht, damit die Fläche nicht weiter verkommt“, sagte sie.

Als die Boulebahn noch genutzt wurde, sei die Fläche belebter gewesen. „Es ist nicht als Freispielfläche erkennbar“, sagte Burrows und forderte eine Beschilderung wie auf jedem anderen Spielplatz. Seit Monaten bemühe sie sich um einen Baumstamm, auf dem Kinder balancieren und klettern können. „Laut Bauhof war aber noch nichts Passendes dabei“, so Burrows. Nun habe sie einen privaten Kontakt erhalten und hofft auf eine schnelle Lösung.

„Wir wollen, dass Eltern, Anwohner und vor allem die Kinder ihre Ideen einbringen“, sagte Burrows. An den Containern hatte sie einen Metaplan angebracht, auf dem Ideen gesammelt wurden. Doch wurde Sonntag nicht nur gespielt und geredet, sondern auch kräftig gewerkelt. Einige Anwohner schnappten sich Mülltüten und reinigten die Fläche, andere reinigten mit Schwamm und Schrubber die „Bühne“ und die Container auf dem Platz. „Wir wollen die Bühne mit Kreide bemalen und auch Ideen für eine dauerhafte Gestaltung entwickeln. Vielleicht können darauf ja auch Konzerte oder kleine Aufführungen stattfinden. Wir sind für vieles offen“, sagte Burrows. Einen Erfolg konnte sie am Sonntag bereits verbuchen: Ein Interessent für eine Spielplatzpatenschaft meldete sich spontan.



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