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Christuskirche in Wedel : Großartige Stimmen, die begeistern

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Gefeierter Auftritt der bulgarischen Musiker Dilian Kushev, Juri Nikolov und Andrei Angelov in der Christuskirche.

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Wedel | „So ein schönes Konzert, und das in meiner Kirche!“ Udo Zingelmann geriet immer weiter ins Schwärmen: „So stimmgewaltig! Einfach toll“, legte er nach. Der Pastor der Christuskirchengemeinde war nicht allein mit seiner Begeisterung. Die bulgarischen Sänger Dilian Kushev, Bariton, und Juri Nikolov, Tenor, sowie Landsmann Andrei Angelov am Flügel zog alle in ihren Bann, die den Weg in das Schulauer Gotteshaus gefunden hatten. Ihren anhaltenden Beifall belohnten die Künstler mit mehreren Zugaben.

Zu den klatschenden Fans gehörte auch Katrin Heims. „Wunderbar, einfach wunderbar“, wiederholte sie immer wieder und freute sich darüber, so anspruchsvolle Kulturangebote quasi vor der Haustür zu finden. „Großartig“, pflichtete Hubert Höwer bei. „Super“ sei es, fand auch Otto Stock. Nicht minder enthusiastisch war Wedels langjährige Stadtpräsidentin Sabine Lüchau: „Ganz tolle Stimmen sind das.“ Umso mehr bedauerte sie den eher spärlichen Besuch.

Etwa 50 Konzertbesucher verteilten sich auf die Sitzreihen. Immerhin hatte das Ereignis hochkarätige Konkurrenz: das Weinfest auf dem Rathausplatz, das DFB-Pokalfinale im Fernsehen und ein Wetter, das mit Sonnenschein und fast sommerlichen Temperaturen ins Freie lockte statt in die Kirche. Edith Rachor vom Kirchengemeinderat war besorgt, auf den Kosten des Abends sitzen zu bleiben. „Knistern muss es im Körbchen und nicht klimpern“, schärfte sie dem Publikum ein. Denn der Eintritt war frei, die Konzertorganisatorin war auf Spenden angewiesen. Aber die Wedeler ließen sich nicht lumpen und am Ende hatte Rachor einen ansehnlichen Stapel Scheine vor sich.

Die drei Bulgaren hatten den Geschmack ihrer Zuhörer punktgenau getroffen. „Mit Santa Lucia“ legten sie los. Melodien von Verdi, Puccini, Schubert und Schostakowitsch folgten. „Dein ist mein ganzes Herz“ durfte nicht fehlen. „Ich bete an die Macht der Liebe“, war dabei, das „Wolgalied“ natürlich auch und sogar der „Gefangenenchor“, hier als Duett. Das alles gewürzt mit etwas Gospel und Spiritual, einer guten Portion Volkslied, deutsch, bulgarisch und italienisch, und zum Schluss noch „O sole mio“.

Zweimal durfte der Pianist sein Können als Solist beweisen. Bravourös mit der „Etude révolutionnaire“ von Chopin, virtuos mit Beethovens „Für Elise“, beides erfrischend schmalzfrei.

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