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Wedel-Schulauer Tageblatt

12. Dezember 2017 | 15:36 Uhr

Wedel : Grandioser Jahresausklang im Gotteshaus

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Mit Pauken und Trompeten: Das Silvesterkonzert beschert der Immanuel-Kirche am Roland ein volles Haus.

shz.de von
erstellt am 02.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Mit Pauken und Trompeten wurde in der Immanuel-Kirche am Roland der Jahresausklang gefeiert. Die Qualität des Silvesterkonzerts hat sich inzwischen weit herumgesprochen. Selten war das Gotteshaus - abgesehen von besonderen Fest- und Feiertagen - so voll.

Auch wenn es "nur" fünf Musiker gab, die auf der Empore agierten, die Kirche war erfüllt von einfühlsamen Klängen bis hin zu gewaltigem Sound, wie er etwa in Händels Feuerwerksmusik einfach sein muss. Immerhin ist das Werk eigens zu einem grandiosen Feuerwerk komponiert worden. Es war eine Auftragsarbeit vom britischen König Georg II. für ein großes Friedensfest an der Londoner Themse.

Seit der Uraufführung im April 1749 hat es nichts von seiner Faszination verloren und bildete auch in Wedel Auftakt und Schlusspunkt des Konzertes. Dazwischen geschoben waren zwei Concertos von Georg-Philip Telemann, ein Stück von Dietrich Buxtehude, ein Trompeten-Special von John Stanley sowie die Pastorale des französischen Komponisten Louis Lefébure-Wély.

Letzterer war im 19. Jahrhundert in seiner Heimatstadt Paris sehr populär, besonders auch wegen der gefälligen und eingängigen Motive in seinen Werken. Ihn gerade an Silvester zu spielen, hat jedoch einen durchaus ernsten Hintergrund: Der Mann, der an verschiedenen Pariser Kirchen als Organist tätig war, ist am 31. Dezember 1869 verstorben. Aber an der Interpretation seines Werks durch Kantorin Susanne Krau hätte er gewiss seine Freude gehabt.

Sie spielte "ihre" Orgel gewohnt gekonnt und mit starker Ausdruckskraft. Ebenso professionell gingen die drei Trompeter zu Werke: Ingo Noelle, Michael Ohnimus und Isao Shibasaki dokumnentierten nicht nur, dass sie genügend Puste für solch einen Bläser-Marathon haben, sondern auch, dass sie ihr Instrument in allen Facetten beherrschen. Immerhin war ihr zu absolvierendes Programm umfang- und variationsreich.

An den Pauken agierte mit Thomas Arp ein Schlagzeug-Urgestein. Kaum einer hat wie er die „drums“ im Griff. Immerhin kommt er von der Hamburger Hochschule für Musik und ist mehr als nur nebenbei auch im Bereich Jazz und Rock aktiv. So wurde dank der hochkarätigen Besetzung das Silvesterkonzert nicht nur zu einem glänzenden Jahresabschluss, sondern auch zu einem absoluten Highlight.

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