Gott nahe sein am Elb-Deich

Fünf Kirchengemeinden feierten Pfingstsonntag in Haselau gemeinsam eine Open-Air-Andacht.
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Fünf Kirchengemeinden feierten Pfingstsonntag in Haselau gemeinsam eine Open-Air-Andacht.

Mehr als 180 Gläubige und Gäste feiern am Pfingstsonntag im Haselauer Ortsteil Bishorst einen Open-Air-Gottesdienst.

shz.de von
10. Juni 2014, 12:15 Uhr

Haselau | Das Bilderbuchwetter mit strahlendem Sonnenschein, kleinen Schäfchenwolken am Himmel und einer leichten Brise von der Elbe machte den „Open–Air-Gottesdienst“ am Bishorster Deich in Haselau am Pfingstsonntag zu einem wahren Fest des Heiligen Geistes. Mehr als 180 Gäste und Gläubige der fünf Gemeinden – Haselau mit Pastor Andreas Petersen, Haseldorf / Hetlingen mit Pastor Helmut Nagel, Appen mit Pastor Frank Schüler, Seester mit Pastorin Bettina Feddersen und Moorrege-Heist mit Vivian Reimann-Clausen – feierten gemeinsam auf Klappstühlen sitzend oder im satten Grün des Deiches hockend den traditionellen Freilicht-Gottesdienst zu Pfingsten.

Die Predigt wurde in diesem Jahr von Reimann-Clausen und Nagel gehalten. Sie erzählten von dem Geburtstag der Kirche, dem Tag, als die Jünger Jesu beieinander saßen und das jüdische Wochenfest feierten. Auf einmal toste es und zwölf Flammen rauschten herab und ließen sich auf jedem Jünger nieder. Es war der Heilige Geist. Viele Pilger aus allen Teilen der Welt waren nach Jerusalem gekommen. Die Jünger fingen so an zu predigen, dass ein jeder sich in seiner eigenen Sprache angesprochen fühlte. 3000 Menschen sollen damals so ergriffen gewesen sein vom Heiligen Geist, dass sie sich noch am selben Tag taufen ließen. In diesem Fall beschreibt die Symbolik den Heiligen Geist als Feuer, aber er kann auch in jeder anderen Gestalt in einem jeden Menschen leicht, schön, tröstend oder erleichternd erscheinen.

Durch die nicht fassbare Kraft des Heiligen Geistes, der sich niemand entziehen kann, kam es schon damals unter den Menschen zu einer wahren Massenbewegung. So wurde Pfingsten zu dem Fest, das bis heute als Geburtstag der Kirche gilt.

Auch am Bishorster Deich war ein ganz besonderer Geist der Gemeinschaft zu spüren. Es wurde zur Musik von Moorreges Kantor Mitsu Ikenoya am Keyboard gesungen, gemeinsam gebetet, das Abendmahl gefeiert und beim Segen hielten sich die Besucher an den Händen.

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