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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. November 2017 | 14:53 Uhr

Gospels, Gassenhauer und mehr

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Facettenreiches Konzert Drittes Elbe-Chorfestival des Hetlinger Männergesangvereins mit acht Ensembles erfolgreich

Nach der Auftaktveranstaltung im Haseldorfer Rinderstall 2012 und einer Neuauflage zwei Jahre später in Hetlingen ist der Männergesangverein „Eintracht“ zum dritten Mal Gastgeber des Elbe-Chorfestivals gewesen. Acht Ensembles boten in der Mehrzweckhalle ein facettenreiches Konzert allererster Güte. Musikalisch war für fast jeden Geschmack etwas dabei: Volkslieder, Gospels, Schlager und Gassenhauer.

„Wir verfolgen das Ziel, immer wieder neue Chöre nach Hetlingen zu holen“, sagte der Vorsitzende Reiner Sievers. Er konnte sich trotz des Erntefests in Holm und Apfelmarkts in Uetersen über ein volles Haus freuen. Der immer noch vierstimmig singende Eintracht-Chor eröffnete den Sangesreigen mit „Ich bin kein Bajazzo“ und einem Solopart von Friedhelm Barke, der vertretungsweise auch die Dirigentenrolle übernommen hatte. Er ließ „Min Jehann“ und den Jägerchor aus dem „Freischütz“ folgen.

Dann erlebten 260 begeisterte Zuschauer binnen drei Stunden einen musikalischen Reigen. Der interkulturelle Frauenchor der VHS Tornesch-Uetersen und Chorleiterin Tetyana Zimmer traten mit dem von Paul Anka komponierten Popsong „Diana“ auf. Jörg Dehmel und der gemischte Chor Cantate aus Appen-Moorrege machte dem Publikum klar, dass man „Tiramisu“ nicht nur essen sondern auch singen kann. Den meisten Applaus vor der Pause heimste der Volkschor „Frohsinn“ Seestermühe ein. „Wir haben auf zweistimmig umgestellt und besingen unsere Heimat“, sagte Vereinsvorsitzender Willi Hüllmann. Sein Chor mit Stefan Haack am Akkordeon brachte das Kunststück fertig, 60 Volkslieder in einem vierminütigem Auftritt unterzubringen.

Die „Marsch-Mel(l)os“, der Hetlinger Frauenchor, musste sich auf ein Blind Date mit Günter Groß aus Blankenese einlassen, der Chorleiter Olaf Polenske vertrat. Dennoch klappte bei der südafrikanischen Nationalhymne und bei „Hallelujah“ des kanadischen Songwriters Leonard Cohen alles bestens.

Kontrastreich hierzu der gemischte Chor Roland aus Wedel und seine Leiterin Julia Bernhardt am E-Piano mit „Wochenend und Sonnenschein“ von den Comedian Harmonists sowie „Seemann, deine Heimat“. Die Liedertafel Groß Nordende, die sich auf das deutsche Volksliedgut konzentriert, kam mit dem jungen Erfolgsdirigenten Tobias Müller in die Marsch. Mit „Die Bettelleute tanzen“ und „Mein Mädel hat einen Rosenmund“ gefielen die erfolgreichen Teilnehmer am Chorwettbewerb des Landesmusikrats. Mit Voice und Spirit aus Appen  /  Moorrege kam viel Schwung und Pep auf die Bühne. Die mit 35 Mitgliedern größte Gruppe des Festivals, ihre Catrin Jacobsen und Pianist Christoph Meyer-Janson präsentierten moderne Gospels, die swingend begleitet wurden. Ein schwungvoller und dynamischer Abschluss des Sängertreffens. >

mgv-hetlingen.de



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