GHS: Zweimal Platz zwei

Maja (hinten, von links), Kim und Jessica sowie Svea (rechts) und Berfin zeigen stolz ihre Urkunden.  Fotos: Rupp (2)
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Maja (hinten, von links), Kim und Jessica sowie Svea (rechts) und Berfin zeigen stolz ihre Urkunden. Fotos: Rupp (2)

Jugend forscht: Erfolg für Sechstklässlerinnen

shz.de von
12. April 2019, 16:00 Uhr

Wedel | Den Sieg haben die Sechstklässlerinnen der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS) beim jüngsten Jugend-forscht-Wettbewerb, der in ihrer Altersgruppe noch „Schüler experimentieren“ heißt, nicht nach Hause geholt. Dafür aber zwei zweite Plätze. „Eine tolle Anerkennung“, freut sich Lehrerin Ursula Rapp, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Karin Wilkerling das Naturwissenschaftliche Profil an der Schule betreut. Mit selbstgefertigten Postern im Rücken und einem Tisch, der die Versuchsanordnung aufzeigt, mussten die Nachwuchsforscherinnen während des Wettbewerbs einer Fachjury nicht nur Herangehensweise und Ergebnisse vorstellen, sondern auch jede Menge Fragen beantworten. „Sie sind gut angekommen. Die Jury war sehr zufrieden mit der Präsentation“, lobt Rupp ihre Schützlinge.

Alle drei GHS-Teams hatten sich ein biologisches Thema für ihre Forschungen gesucht. Svea und Berfin untersuchten die Wirkung von Streusalz auf Wasserpflanzen. Privatpersonen ist es verboten, in der kalten Jahreszeit Salz zu streuen, doch die Stadt darf das. Wedels Gehwege sind am Ende des Winters teilweise ziemlich weiß, hatten die beiden Schülerinnen festgestellt. In Teichen und Seen findet sich das Salz dann wieder. Was macht es dort mit den Wasserpflanzen? Die Wasserpest in unterschiedlichen Konzentrationen lieferte ihnen die Auflösung: Ein bisschen Streusalz wirkt sich positiv aus, zu viel hingegen deutlich negativ. Osmose lässt dann die Chloroplasten verklumpen, stellten Svea und Berfin unterm Mikroskop fest.

Chlortabletten halten das Poolwasser länger frisch. Doch wie wirkt es sich auf die Natur aus, wenn es am Ende des Sommers reihenweise abgelassen wird? Das fragten sich Kim, Maja und Jessica. Sie untersuchten die Wirkung von Chlorwasser auf das Wachstum von Kresse. Die verhielt sich völlig normal. Unbedenklich, lautete deswegen ihr Forschungsergebnis. Dennoch empfahlen die drei, Kräuter und Gemüse, das mit Chlorwasser besprengt wurde, nicht zu verzehren. Der Giftstoff lagere sich in den Pflanzen an.

Lynn und Zoe, die Bohnen, Erbsen und Kresse mit Kaffee, Milch und Spezi begossen und herausgefunden hatten, dass die Samen mit zuckerhaltiger Flüssigkeit nicht keimen, sondern schimmeln, konnten die Jury leider nicht überzeugen, berichtet Rupp. Trotzdem ist die Lehrerin stolz, dass sie mitgemacht haben.

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