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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Oktober 2017 | 20:47 Uhr

GHS-Schüler fürs Internet gerüstet

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Recherchieren, surfen, soziales Networking: Der Internetführerschein zeigt Fünftklässlern Anwendungsmöglichkeiten und Gefahren

„Wir haben den Tag unter das Motto ,Nicht nur klicken, sondern auch lesen’ gestellt“, sagte Maren Mumme gestern während der Internetschulung der Klasse 5  a der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS) in der Schulbibliothek. Insgesamt neun fünfte Klassen wird die stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei in den nächsten zwei Wochen zusammen mit Ronja Sommer fit machen für das Internet. Wer unter 16 Jahre alt ist, darf an der GHS oder in der Stadtbücherei nur surfen, wenn das entsprechende Zertifikat abgelegt wurde.

„Heute haben alle Kinder drei bis vier internetfähige Endgeräte. Da muss man sich auch mit den Gefahren auseinandersetzen“, erläutert Mumme die Notwendigkeit der Schulungen. Die Kinder lernen online zu recherchieren, verschiedene Suchmaschinen zu bedienen und den Umgang mit sozialen Medien. Auch das Verhalten im Chat und das Thema sexuelle Übergriffe werden in dem vierstündigen Internetkursus angesprochen.

„Wir wollen auch die Gefahren von Downloads, Abofallen oder sozialen Netzwerken aufzeigen. Denn alles, was man ins Netzt stellt, bleibt im Netz“, sagt Mumme. Bei der Aufklärung seien die Bibliothekarinnen und Pädagogen aber auch auf die Mithilfe der Eltern angewiesen. Für diese gibt es entsprechende Handouts, um den Umgang mit dem Internet auch im familiären Umfeld zu besprechen.

„Wir wollen aber auch ein vertrauensvolles Verhältnis aufbauen, damit die Schüler uns ansprechen, wenn sie Probleme haben“, erläutert die stellvertretende Büchereileiterin. Dabei habe sie festgestellt, dass sich Kinder und Jugendliche gegenüber den Bibliothekarinnen oftmals leichter anvertrauen könnten. „Vielleicht liegt es daran, dass wir nicht direkt aus dem schulischen Umfeld kommen“, mutmaßt Mumme.

Vor gut einem Jahr stand der Internetführerschein, den die Stadtbücherei mittlerweile seit sechs Jahren anbietet, vor dem Aus. Ein Ratsbeschluss hatte die halbe Stelle für die Betreuung der Schulbibliotheken auf 15 Stunden in der Woche an der GHS reduziert. Der Bildungsausschuss hob den Beschluss auf, wie diese Zeitung berichtete. „Es ist toll, dass wir mit den Schulen entsprechende Kooperationsvereinbarungen haben. Wir vermitteln nicht nur Medienkompetenz, sondern festigen auch die Lesefähigkeit“, sagt Mumme.

Der Umgang mit dem Internet sei heute eine elementare Grundeigenschaft im Beruf. „Medien sind immer weiter nach vorn gerückt“, stellte Mumme fest und ergänzte: „Heute hat jeder zweite Sechsjährige einen Fernseher in seinem Zimmer.“ Ab der dritten Klasse seien Smartphones an der Tagesordnung. „Daher ist es wichtig, schon ab der fünften Klasse mit der Schulung der Medienkompetenz zu beginnen.“

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