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Christuskirche in Wedel : Gesang durchflutet Kirchenraum

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Bulgarisches Trio singt in der Christuskirche Lieder und Arien aus der Heimat, Russland und Italien. Zwei Mal Standing Ovations.

Wedel | Schon nach den ersten Tönen in der Christuskirche war den mehr als 100 Zuhörern klar, warum das bulgarische Ensemble Sacralissimo „die goldenen Stimmen“ genannt werden. Bariton Dilian Kushev, der auch die musikalische Leitung des Ensembles inne hat, der Tenor Jurii Nikolov und der Instrumentalvirtuose Simeon Panov, der die beiden Sänger auf dem Klavier und an der Orgel begleitete, erfüllten die Kirche mit der Breite ihrer Singstimmen. Ihr Ziel, Kirchen in einzigartige Klangräume zu verwandeln, haben die drei am Freitag in der Rolandstadt definitiv erreicht.

„Folgen Sie uns auf einer musikalischen Reise nach Italien, Russland und Bulgarien“, lud Kushev die Besucher in seiner Begrüßung ein und versprach „die schönsten Opernarien“ aus der ganzen Welt. Der 41-Jährige studierte an der National Music Academy in Sofia Operngesang und wurde 1996 als bester Nachwuchssänger Bulgariens ausgezeichnet. Er war 14 Jahre lang künstlerischer Leiter des Zarewitsch-Don-Kosaken-Chors und gründete 2004 ein neues Ensemble, die Alexandrow Don Kosaken, mit denen er jährlich auf Tournee geht. Im Jahr 2013 war er Preisträger des internationalen Musikwettbewerbs am Londoner Royal College of Music und Silbermedaillen-Gewinner des siebten World Festival of Russian Songs.

Begleitet wurde er bei dem Musikwettstreit von Simeon Panov (Klavier). Der 34-Jährige ist ebenfalls Absolvent der National Music Academy in Sofia und in seiner Heimat als Solist mit verschiedenen Orchestern und durch Aufnahmen in Funk und Fernsehen bekannt geworden. Komplettiert wurde das Ensemble von Tenor Yuri Nikolov, der seine Karriere 1994 als Solist an der Oper in Varna begann. Es folgten Engagements in der Nationaloper Sofia, am Opernhaus in Blagoevrad und Touren durch die USA sowie zahlreiche Auftritte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Atmosphäre mit Herz und Seele erleben

„Fühlen Sie die besondere Atmosphäre dieses Abends mit Ihren Herzen und Seelen“, sagte Kushev. Im Wechsel mit Nikolov trug er die religiösen Lieder, wie ein vertontes „Vater unser“, das „Agnus dei“ von George Bizet , „Panis angelicus“ von Cesar Frank oder auch das „Ave Maria“ von Franz Schubert und „Ombra mai fu“ von Georg Friedrich Händel vor.

Aufgelockert wurde das Programm durch den Gospel „The greatest Lord“ sowie bulgarische Volkslieder. Auf Deutsch intonierten die beiden Musiker gemeinsam das bekannte Kirchenlied „Ich bete an die Macht der Liebe“.

Standing Ovations gab es für die Darbietung von „’O sole mio“ des neapolitanischen Musikers und Komponisten Eduardo Di Capua. Als Zugabe sangen die Sacralissimo das „Santa Lucia“ von Teodoro Cottrau, das 1965 auch von Elvis Presley für das Album „Elvis for Everyone“ eingesungen wurde und zu den wohl bekanntesten neapolitanischen Liedern weltweit zählt. Ein zweites Mal stand danach der Großteil der Besucher auf, um den drei Künstlern ihre Anerkennung zu zollen.

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erstellt am 31.Aug.2015 | 16:30 Uhr

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