Geplatzte Urlaubsträume

Hamburger Flughafen stellt nach Stromausfall gestern komplett den Betrieb ein

shz.de von
03. Juni 2018, 20:28 Uhr

Nach stundenlangem Stromausfall hat der Hamburger Flughafen seinen Betrieb gestern für den ganzen Tag eingestellt. Dazu sehe man sich gezwungen, teilte das Unternehmen auf Twitter mit. „Es ist nicht gelungen, den Fehler zu beheben.“ Tausende Passagiere hatten stundenlang teils vor dem Gebäude ausgeharrt, in der Hoffnung, doch noch abfliegen zu können. Von den Flugausfällen dürften nach Angaben des Flughafens mehr als 30 000 Passagiere betroffen gewesen sein. Auch heute soll ein gutes Dutzend Flüge von Hamburg aus gestrichen werden.

Nach der Ankündigung, dass keine Flüge mehr starten würden, machten sich am Nachmittag viele auf den Heimweg oder auf ins Hotel. Der Flughafen stellte auch Feldbetten auf. Eine 30-köpfige italienische Reisegruppe war noch unentschlossen, ob sie die Schlafgelegenheit nutzen sollte.

Für einen sicheren Flugbetrieb benötige der Flughafen eine redundante Stromversorgung, also eine Hauptversorgung nebst Notstromaggregaten, erläuterte Flughafen-Sprecherin Katja Bromm. Da es am Vormittag einen Kurzschluss in der Hauptstromversorgung gegeben habe, habe ein sicherer Betrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden können, ergänzte sie. Notstrom könne nur zur Überbrückung, aber nicht dauerhaft eingesetzt werden. Zur Ursache des Kurzschlusses machte sie keine Angaben.

Der Flughafen arbeite mit Hochdruck daran, „die Ursache des Kurzschlusses zu beheben und diese Ausnahmesituation für unsere Gäste so schnell wie möglich zu beenden“, berichtete Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler. Nach dem Stromausfall konnten seit etwa 10 Uhr keine Flugzeuge mehr starten oder landen.

Nach dem Stromausfall war der Flughafen geräumt worden, hunderte Passagiere mussten sich zunächst vor dem Gebäude aufhalten. Der Ausfall traf zunächst das Terminal 2, es lag danach im Dunkeln. Die Passagiere wurden aufgefordert, ins Terminal 1 zu wechseln, wo zunächst noch die Klimaanlage funktionierte. Dann fiel auch dort der Strom aus. Seite 11

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