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Wedel : Geplant: Flüchtlinge ins TSV-Bettenhaus

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Unterbringung im Vereinszentrum wäre laut Bürgermeister eine „Win-Win-Situation“

„Unkonventionelle Maßnahmen“ hatte Wedels Bürgermeister Niels Schmidt für die Suche nach Flüchtlingsunterkünften angekündigt. Jetzt prüfen Stadt und Wedels größter Verein eine Option, die beiden nützen kann: Das Bettenhaus des Wedeler TSV soll als Unterkunft dienen.

Schmidt, der in dieser Woche die Politik hinter verschossenen Türen über konstruktive Gespräche mit dem TSV informierte, erklärte auf Tageblatt-Anfrage: „Wir stehen vor großen Herausforderungen. Da wäre es sträflich, nicht zu prüfen, ob wir ein Haus, das für Übernachtungen gemacht ist, nicht nutzen können.“

Zirka 25 Personen könnten im Bettenhaus unterkommen und notwendige Umbauten gegebenenfalls auch erfolgen, wenn die Räume bereits genutzt werden, so Schmidt. Zudem gehen Überlegungen auch Richtung Nutzung des Obergeschosses des TSV-Zentrums. Umbau vorausgesetzt, könnten dort nochmal etwa 25 Menschen wohnen.

Der TSV-Plan: Laut Schmidt wäre er eine „Win-Win-Situation“ für beide Seiten. Die Stadt könnte schnell dringend benötigte Unterkünfte schaffen. Dem TSV würden Mieteinnahmen bei seinem Finanzproblem helfen. Wie berichtet droht dem Verein die Insolvenz, weil die Kosten für das Vereinsheim den Haushalt sprengen. Ein Verkauf hat sich zerschlagen. Die Angebote von zwei Investoren lagen nur etwa bei der Hälfte des Gebäudewerts. Laut TSV-Vorsitzendem Matthias Dugaro will der Vereinsrat am 30. September zu dem Thema eine Entscheidung treffen.

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erstellt am 10.Sep.2015 | 12:00 Uhr

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