Gemsmo-Schüler starke Planer

Lehrer Björn Schwientek (Zweiter von rechts) ist stolz auf die Tatkraft seiner Schüler Luca Kittner (links), Niklas Konetzny (rechts) und Schulsprecher Lasse Barth. Sie präsentieren die neu gestaltete Schulhofecke.
Lehrer Björn Schwientek (Zweiter von rechts) ist stolz auf die Tatkraft seiner Schüler Luca Kittner (links), Niklas Konetzny (rechts) und Schulsprecher Lasse Barth. Sie präsentieren die neu gestaltete Schulhofecke.

Von der Idee bis zur Geldbeschaffung: Das Team der Schulhof AG der Gemeinschaftsschule Moorrege sorgt für Neuerungen

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10. Januar 2019, 16:00 Uhr

Nicht meckern, sondern handeln: Für die Mitglieder der Schulhof Arbeitsgemeinschaft (AG) der Gemeinschaftsschule Moorrege (Gemsmo) gilt diese Devise. Nun können die AG-Mitglieder Niklas Konetzny aus Wedel, Luca Kittner aus Uetersen, Lee Marvin Poikat aus Heist und Lasse Barth aus Uetersen stolz die Früchte ihrer Arbeit präsentieren. Der von den älteren Mitschülern gewünschte Rückzugsort auf dem Schulhof ist endlich nutzbar.

Die Pausen in schöner Atmosphäre genießen – wer will das nicht. Nachdem 2017 20 000 Euro in Außenspielgeräte investiert worden war, die vorwiegend von den Mädchen und Jungen der fünften bis siebten Klassen genutzt werden, wurde nun etwas für die älteren Schüler getan. Im Eingangsbereich vom Turnhallenparkplatz aus gesehen wurden Buschwerk gerodet, ein Zaun gezogen und ein gespendeten neun Jahre alter Berg-Ahorn gepflanzt. Es gab zudem neue Pflasterungen und um den Baum wurde nicht nur eine Sitzrundbank installiert, sondern auch ein Sandweg nebst Rondel angelegt.

Björn Schwientek, Präventionskoordinator der Schule, steht voll hinter dem Projekt und ist begeistert vom Engagement seiner Schüler. „Sie brauchen einen Rückzugsort“, weiß er.

Den Plan haben die Jugendlichen selbst entworfen. „Wir haben alle Wünsche berücksichtigt, auch die der Lehrer, der Platz ist jetzt besser einzusehen“, erläuterte Konetzny. Das Geld haben die Schüler auch selbst eingeworben, waren beim damaligen Schulverbandschef Karl-Heinz Weinberg vorstellig geworden, der 15 000 Euro aus der Verbandskasse locker machte. „Wir sind mit der Arbeit, die wir geleistet haben, sehr zufrieden“, sagte Lasse Barth.

Doch ausgereizt ist die Fantasie der Nachwuchsplaner noch lange nicht. „Wir überlegen, ob wir ein paar Decken kaufen“, sagte Barth. Die könnten im Sommer als Unterlagen an Sonnenhungrige über ein Pfandsystem verliehen werden. Zudem sollen weitere Sitzgelegenheiten angeschafft werden.

Und auch nach Musik steht den Schülern der Sinn. Auf vielfachen Wunsch soll vielleicht bald freitags in den drei großen Pausen, die jeweils 15 Minuten dauern, Musik den Schulhof beschallen. „Derzeit beschäftigen wir uns dem der Gema, das ist sehr kompliziert“, berichtet Kittner. Denn die Bestimmungen der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) müssen auch von Schulen beachtet werden, ebenso der Schallschutz für die Nachbarschaft. 2500 Euro soll der Kauf des Equipments kosten, soviel ist in der Kasse des Spendenlaufs. Die Ausrüstung kann nach Worten der Schüler darüber hinaus bei Sportturnieren zum Einsatz kommen. Gewartet wird nun auf die Entscheidung von Schulleiter Knud Avé-Lallemant.

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