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Heist : Gemeindevertretung Heist stimmt gegen die Nahwärmeleitung

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das Projekt Biogasanlage in der Gemeinde ist jetzt endgültig beendet.

Heist | In der Heistmer Gemeindevertretung geht’s außerordentlich harmonisch zu. Alle Tagesordnungspunkte der Sitzung am vergangenen Montagabend wurden einstimmig beschlossen. Auch in Punkt 12 „Nutzung der Abwärme einer Biogasanlage für gemeindeeigene Gebäude“ sprachen die Kommunalpolitiker mit einer Stimme: Sie lehnten den Antrag ab. Ihr Tenor: Vorteile sind vorhanden, aber die Risiken sind viel zu hoch.

Vor etwa fünf Jahren wurde die Anlage, die Mais und Gülle verbrennt, errichtet. Eine Einspeisevergütung für Strom existiert, nur die Abwärme verpufft ungenutzt. Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) wollte dies ändern und ging auf den Landwirt zu. Die Nutzbarmachung der Kraftwärmekopplung der Biogasanlage wurde Projekt der Aktiv-Region. Doch zwischen Zuwendungsbauprüfungen, Planungskosten und der Suche nach Fördermitteln versandete das Energieprojekt.

Auf der Agenda der Gemeindevertretung landete es abermals, weil die Aktiv-Region sich in ihrer neuen Förderperiode noch einmal den Altprojekten zuwandte. Die Machbarkeitsprüfung allerdings, die der Heistmer Finanzausschuss daraufhin in Auftrag gab, spricht gegen eine Nahwärmeleitung zu Schule und Feuerwehr. Als positiv werden dort die hohen CO2-Einsparungen hervorgehoben. Doch seien weder der Standort gesichert, noch die staatliche Bezuschussung vorhersehbar, so die Studie. Auch die zwischenzeitlich verringerte Förderquote von 55 Prozent schlage negativ zu Buche. Den Todesstoß versetzte dem Projekt in der Gemeindevertretung jedoch die Kostenschätzung. 300.000 bis 400.000 Euro seien zu hoch, so die Kommunalpolitiker. Und die Heizungsanlage in der Schule müsse trotzdem erneuert werden. „Das Projekt ist endgültig beerdigt, leider. Ich bedauere das persönlich ganz besonders“, sagte Bürgermeister Neumann.

Dafür beschloss die Gemeindevertretung die Realisierung eines zweiten Projekts: Das Gemeinde- und das Bürgermeisterbüro werden in die freigewordene Vier-Zimmer-Erdgeschosswohnung in der Alten Schule, Hauptstraße 53, umziehen. Für 42.650 Euro wird jetzt renoviert. Im Herbst ist Umzug. Ein barrierefreier Zugang soll hinzukommen, wenn die Rochade mit TSV-Geschäftsstelle und Betreuungsschule zum Aktiv Region geförderten „Familienzentrum“ klappt.
 

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erstellt am 25.Mär.2015 | 14:45 Uhr

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