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Freie Wähler Haselau : Gemeindevertreter schießt gegen Bürgermeister Herrmann

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Dicke Luft und Misstrauen nach dem Amtsauschuss-Votum in Haselau. „So geht man nicht mit Mitgliedern in einem Ausschuss um“, entrüstete sich Harald Jürgs auf der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler.

Haselau | „So geht man nicht mit Mitgliedern in einem Ausschuss um“, entrüstete sich Harald Jürgs auf der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Haselau (FWH). Die Kritik des Haselauer Gemeindevertreters galt Haselaus Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU). Dieser hatte sich im Amtsausschuss seiner Stimme enthalten und damit die Auflösung des Amts Haseldorf besiegelt. Haseldorfs Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU), seine Hetlinger Kollegin Monika Riekhof (CDU) und Michael Rahn, Fraktionschef der Freien Wahlgemeinschaft Hetlingen, hatten für die Auflösung gestimmt. Haseldorfs SPD-Fraktionschef Boris Steuer und Gunter Küchler von den Freien Wählern Haselau votierten dagegen. „Es kann nicht sein, dass der Bürgermeister einer Gemeinde, das Votum des Gemeinderats missachtet“, sagte Jürgs. Die Gemeindevertreter Haselaus hatten sich für den Erhalt des Amts ausgesprochen.

„Ich misstraue ihm bei jeder weiteren Entscheidung“, sagte Jochen Hülsmann, stellvertretender Vorsitzender der FWH, und ergänzte: „Wir müssen jetzt klare Grenzen setzen. Auf der Gemeinderatssitzung, die am heutigen Montag im Haselauer Landhaus, Dorfstraße 10 stattfindet, wollen die FWH-Vertreter Herrmann zur Rede stellen. Einige Mitglieder forderten auf der Mitgliederversammlung einen Rücktritt Herrmanns und ein Misstrauensvotum gegen den Bürgermeister.

FWH-Gemeindevertreter Harald Jürgs will Haselaus Bürgermeister Grenzen aufzeigen.
FWH-Gemeindevertreter Harald Jürgs will Haselaus Bürgermeister Grenzen aufzeigen. Foto: pt
 

„Solchen Personen muss man deutlich machen: Bis hierhin und nicht weiter“, sagte Jürgs, schloss Haseldorfs Gemeindeoberhaupt gleich in seine Kritik ein und schoss weiter: „Es ist nicht das erste Mal, dass wir von Haseldorf über den Tisch gezogen werden.“ Geld für eine Sanierung oder den Neubau einer Turnhalle werde die FWH nicht zur Verfügung stellen, solange die Zukunft der Betreuungsklasse nicht geregelt sei. „Ob unsere Kinder mit dem Bus nach Haseldorf oder nach Heist gefahren werden, wo es eine neue Turnhalle gibt, macht keinen Unterschied“, sagte Jürgs. Er sprach sich dafür aus, enger mit anderen Nachbargemeinden zusammenzuarbeiten. Auch den Bau des gemeinsamen Kindergartens sehe er in einem neuen Licht: „Ich würde heute den Kindergarten nicht mehr in Haseldorf bauen. Ich würde sagen, es war ein Fehler, mit einer Partnergemeinde zu arbeiten, die kein Partner ist.“ Bei den folgenden Wahlen wurde der amtierende Vorstand im Amt bestätigt. Michael von Malottki wurde als Vorsitzender, Michael Klehn als Rechnungsführer und Uwe Schättiger als Beisitzer wiedergewählt.

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