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Feuerteufel in Schulau : Gelbe Säcke und Müllcontainer in Flammen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Dritte Brandserie innerhalb von sechs Wochen. Stadt appelliert an Wachsamkeit der Bürger.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2015 | 13:45 Uhr

Wedel | Brennende Container oder Müllsäcke – Einsätze, die zum Standardrepertoire der Wedeler Feuerwehr gehören und immer mal wieder vorkommen. Was seit Anfang Juli im Stadtteil Schulau passiert, hat jedoch offenkundig eine andere Qualität. Bereits zum dritten Mal innerhalb von sechs Wochen haben in der Nacht zu Mittwoch Müllsäcke und Container gebrannt. Insgesamt sieben Alarmierungen hielten die Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr zwischen 23 und 3 Uhr in Atem. Der vorläufige Höhepunkt einer Serie von Brandnächten mit Zentrum in einem eng umzirkelten Gebiet – dem Bereich zwischen Bahnhofstraße und Einzugsgebiet der Rudolf-Breitscheid-Straße.

Los ging es gestern mit brennenden Gelben Säcken an Ecke Feldstraße/Lindenstraße, zu denen die Wehr um 22.48 Uhr gerufen wurde. Es folgte ein Brand am Mühlenweg um 23.05 Uhr. Darauf war zwei Stunden Ruhe. Um 1.05 Uhr hieß dann der Einsatzort Müllerkamp – wenige Meter vom jüngsten Brand entfernt. Um 1.56 Uhr ging es wieder in den Mühlenweg, zeitgleich wurden erneut brennende Säcke im Müllerkamp gemeldet. Fünf Minuten später loderte es wiederum im Mühlenweg. Zum Abschluss noch ein Containerbrand um die Ecke – um 2.40 Uhr im Rosengarten. „Das war Stress pur“, bilanzierte gestern Wedels stellvertretender Wehrführer Uwe Brandt. Größere Schäden blieben aus.

Alarmierungen im Fünf-Minuten-Takt

Ähnlich turbulent, wenn auch zeitlich deutlich konzentrierter, war es in der Nacht zum 1. Juli. Gegen 2.50 Uhr wurden seinerzeit die Brandbekämpfer alarmiert, ebenfalls weil gelbe Wertstoffsäcke in der Lindenstraße brannten. Kaum waren Einsatzkräfte mobilisiert, wurde von der Leitstelle ein weiterer Brand in der Tondern-Straße gemeldet. Im Fünf-Minuten-Takt folgten zusätzliche Alarmierungen. Einsatzorte waren Rudolf-Breitscheid-Straße und Beim Hoophof. Wie gestern war die Wehr mit zwei Fahrzeugen und zehn bis 15 Mann Besatzung unterwegs und konnte die Brände löschen, ohne dass weiterer Schaden entstand.

Schließlich der 21. Juli: Diesmal waren es ausschließlich Container, die in Flammen aufgegangen waren – in der Rudolf-Breitscheid-Straße und wiederum im Müllerkamp. Alarmierung eins war um 1.13 Uhr, Alarmierung zwei um 2.07 Uhr.

Anfang Juli habe man noch gedacht, es handle sich um eine einmalige Welle der Zerstörungswut, sagt Ordnungsamtsleiter Jügen Brix. Spätestens jetzt liege jedoch der Verdacht nah, dass dort jemand Gefallen am Zündeln gefunden habe. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen und in der Nacht zu gestern auch mit mehreren Kräften im Tat-Umfeld gefahndet – ohne Erfolg. Stadt und Polizei appellieren daher nun an die Bevölkerung, wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen umgehend zu melden.

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