Kinder- und Jugendfest : Geglückte Premiere in Holm

Moritz (9) hatte beim Nageleinschlagen mit Gudrun Jabs und  Ralf Svensson Spaß.
1 von 3
Moritz (9) hatte beim Nageleinschlagen mit Gudrun Jabs und Ralf Svensson Spaß.

60 Besucher bei der ersten Ausgabe des Holmer Kinder- und Jugendfests. Der TSV Holm will die Veranstaltung etablieren.

shz.de von
01. Juni 2014, 22:30 Uhr

Holm | „Mama, kostet die Cola nix?“, fragte Kian (6) seine Mutter am Sonnabend – „Für dich nicht“, antwortete Sportwart Ralf Svensson lächelnd, der neben dem offen Fenster lehnte, durch das Jugendwartin Gudrun Jabs von der Küche des Sportlerhauses aus Getränke ausschenkte. Beim Holmer Erntedankfest 2013 hatte der TSV Holm erstmals mit großer Beteiligung teilgenommen. Zahlreiche sportliche Aktivitäten wurden angeboten und Kuchen verkauft, etwa 800 Euro kamen zusammen. Mit diesem Erlös organisierten die Jugendwarte der Abteilungen und einige Helfer erstmals ein Kinder- und Jugendfest organisiert. „Wir wollen für die Holmer Kinder etwas tun. Sie sollen sich frei austoben“, sagte Jabs. Mit mehr als 60 Kindern sowie zahlreichen Eltern und Großeltern war die Premiere ein Erfolg. „Mit einem Ansturm hatten wir gar nicht gerechnet“, sagte Svensson.

Zum Selbstkostenpreis gab es Getränke und Würstchen. Mit einem Eisverkäufer hatten die Organisatoren einen Deal geschlossen: Er verkaufte zu reduzierten Preisen Eis, den Rest zahlt der TSV. Kleine Schlangen am Eiswagen und Schlecken allerorten waren das Ergebnis. Die kleine gelb-grüne Hüpfburg war entweder verwaist oder so rappelvoll, dass Vorschüler ob der tobenden Älteren lieber flüchteten.
 

Aus der Spielothek ausgeliehen luden zahlreiche Geräte wie Rasensky, Kullerkreisel, Balanceboard, Sprungseile oder Unihockeyschläger zum Ausprobieren ein. Kleine Zirkusdreiräder prüften die Gleichgewichtsfähigkeit, ein riesiges Mikado in einer Box und ein „heißer Draht“ die Geschicklichkeit. Unter Svenssons Aufsicht konnten Nägel mit einem Hammer in einen Balken geschlagen werden. Besonders beliebt war das Zielschusswerfen bei Badminton-Jugendwart Volker Möller, an dessen Stand es Brausepulverstäbchen zu gewinnen gab. Manche Kinder bevorzugten es ganz traditionell und kickten einfach gemeinsam. Für viele Eltern und Großeltern hieß es: nicht nur in der Sonne faulenzen, sondern mitmachen.

„Jeder hat Spaß und Beschäftigung – das ist es, was wir wollten“, freute sich Jabs über das lebhafte Treiben am Sportlerhaus. Ob der TSV dieses Jahr erneut so rege am Erntedankfest teilnimmt, ist noch nicht beschlossen – und damit auch noch keine finanzielle Grundlage in Aussicht, wie sie die Premiere des Kinder- und Jugendfests hatte. „Wir wollen das Fest aber etablieren. Ob das mit dem Kostenrahmen hinkommt, müssen wir sehen“, sagte Svensson.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen