Einsatz mit Schutzanzügen : Gefahrstoffaustritt in Wedeler Freizeitbad „Badebucht“

Einsatzkräfte erkundeten unter Vollschutzanzügen das Gebäude.

Einsatzkräfte erkundeten unter Vollschutzanzügen das Gebäude.

Zwei Bademeister stellten Chlorgeruch fest und alarmierten die Feuerwehr.

shz.de von
05. August 2018, 13:19 Uhr

Wedel | Am Sonntagmorgen kam es aus bislang ungeklärter Ursache zu einem Gefahrstoffaustritt im Wedler Freizeitbad „Badebucht“. Gegen 9.15 Uhr bemerkten zwei Bademeister einen stechenden Chlorgeruch. Daraufhin verließen beide das Bad, welches den Betrieb zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgenommen hatte. Beim Verlassen des betroffenen Bereiches schlossen die Mitarbeiter die Türe, sodass die Dämpfe sich nicht ausbreiten konnten.

Um 9.18 Uhr wurde die Feuerwehr Wedel, sowie der örtlich zuständige Gefahrstoffzug des Kreises Pinneberg, mit seinen Fachberatern alarmiert.

Da nicht bekannt war, wie viel Gefahrmittel ausgetreten war, wurde ein Einsatz unter Chemiekalienschutzanzug vorbereitet und Vollalarm für die Feuerwehr Wedel gegeben. Im Anschluss erkundete ein Trupp bestehend aus drei Einsatzkräften unter Vollschutzanzügen den Keller des Gebäudes. Hier stellte sich heraus, dass ein acht bis zwölf Kilogramm schweres Gebinde gefüllt mit Reiniger auf Phosphorbasis zerborsten war und sich die Flüssigkeit über den Boden verteilt hatte.

Mit Wasser wurde der betroffene Bereich intensiv gespült und der Reiniger so verdünnt, dass keine weitere Gefahr mehr von ihm ausgehen konnte. Parallel wurde der Bereich belüftet.

Im Anschluss an ihren Einsatz mussten die Einsatzkräfte eine Dekontamination durchlaufen, um einer Kontaminationsverschleppung vorzubeugen.

Um 11 Uhr wurde das Gebäude kontrolliert, woraufhin die Feuerwehr die Maßnahmen zurückfahren und den Einsatz beenden konnte. Das Gebäude wurde an den Betreiber übergeben. Für den Zeitraum des Einsatzes war das Freizeitbad geschlossen geblieben.

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