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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Oktober 2017 | 06:52 Uhr

Wedeler Kultur : Gastspiel der Staatsoper

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das sollten sich Freunde klassischer Musik nicht entgehen lassen: ein Konzert mit zwei Solistinnen am 27. Oktober.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Mit einem hochkarätig besetzten Konzert startet der Förderverein Kammerchor und Kammerorchester Wedel in die Saison 2013 / 2014. In einem zweiteiligen Konzert werden am Sonntag, 27. Oktober, zwei herausragende Sängerinnen der Hamburgischen Staatsoper in der Wedeler St. Marienkirche zu hören sein – Katerina Tretyakova und Katja Pieweck.

Tretyakova (Foto) wurde 1980 im russischen Murmansk geboren. Nach ihrer Ausbildung an der Litauischen Akademie für Musik und Theater bei Giedre Kaukaite und am Mozarteum Salzburg gehört sie seit 2010 zum Ensemble der Staatsoper Hamburg. Dort ist sie in zahlreichen Partien zu hören.

In ihrer noch jungen Kariere gewann Tretyakova bereits mehrere bedeutende Preise. Die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper sprach ihr 2012 den Dr.-Wilhelm-Oberdörffer-Preis für ihre herausragende künstlerische Entwicklung zu. 2008 erhielt sie den Sonderpreis des Internationalen Gesangswettbewerbs Francisco Vinas, im Januar 2013 gewann sie die renommierten Auszeichnung, die zu den wichtigsten der Welt zählt. Im Juni kam dazu der Erster Preis beim Internationalem Grand Prix de l'Opera in Bukarest, Rumänien.


Anspruchsvolles Programm


Bereits seit der Spielzeit 1999 / 2000 gehört Pieweck (Foto) zum Solistenensemble der Staatsoper. Die in Hannover geborene Mezzosopranistin absolvierte ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Judith Beckmann. Meisterkurse bei Elio Battaglia, Brigitte Fassbaender und James Wagner ergänzten ihr Studium. Wie auch Tretyakova ist Pieweck Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, darunter der Oberdörffer-Preis 2007 der Körber-Stiftung, der Kulturpreis der Berenberg-Bank Hamburg und der erste Preis des Internationalen Robert-Stolz-Gesangswettbewerbs 2000 in Hamburg.

In der St. Marienkirche widmen sich die beiden zwei Komponisten. Im ersten Teil erklingt von dem Italiener Giovanni Battista Pergolesi (1710-1736) das „Stabat Mater“, das – obwohl sakrale Musik – nach dessen Tod zu großer Popularität gelangte und im 18. und 19. Jahrhundert zu mehreren Bearbeitungen führte. „Der besondere Reiz dieses Werkes liegt in der Führung von zwei hohen Solostimmen, die einerseits noch der strengen spätbarocken Form der Neapolitanischen Schule verhaftet ist, andererseits aber eine Emotion und Ausdruckstiefe findet, die zu Pergolesis Zeit stilistisches Neuland bedeutet“, schildert Monika Thöm vom Förderverein den hohen Anspruch an das Stück.


Männerstimmen ergänzen


Im zweiten Teil des Konzerts ist die sogenannte „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) zu hören. „Die Bezeichnung „Krönungsmesse“ stammt nicht vom Komponisten selbst, hat aber wegen des festlichen Charakters der Musik durchaus ihre Berechtigung“, erklärt Thöm. So wurde diese Messe gern bei festlichen Anlässen wie Krönungsfeierlichkeiten aufgeführt. Die Komposition weise die klassische Solistenbesetzung (Sopran, Alt, Tenor, Bass) auf. Die beiden Staatsoperndamen werden ergänzt durch die bewährten Männerstimmen von Stephan Zelck (Tenor) und Christfried Biebrach (Bass).

Die musikalische Leitung des Konzerts hat wie immer Valeri Krivoborodov. Die Orchestereinstudierung liegt wieder in den bewährten Händen von Stefan Czermak.

Das Konzert beginnt am Sonntag, 27. Oktober, um 20 Uhr in der Kirche St. Marien (Mühlenweg 41). Weiter geht es in der Konzertsaison am 15. Dezember mit dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, Kantaten I und IV bis VI.

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www.kammerchor-kammerorchester-wedel.de

 

 

 

 

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