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Wedel-Schulauer Tageblatt

12. Dezember 2017 | 07:44 Uhr

Fünf Minuten Redezeit zur 111-Jahr-Feier

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Festakt Schnapszahl-Geburtsag der Stadtbücherei

111 Jahre alt wird die Stadtbücherei Wedel in diesem Jahr. Da reicht etwas Kaffeekränzchen am Nachmittag nicht als Geburtstagsfeier. Eine ganze Festwoche musste her. Bis Sonntag, 18. Juni, stehen noch Vorlesestunden für Kinder, viele Spiele und schließlich ein Abend mit dem russisch-deutschen Erfolgsautoren Wladimir Kaminer auf dem Programm.

Kaffee und Kuchen gab es natürlich auch schon, aber nicht am Nachmittag sondern morgens um 11.11 Uhr am Sonnabend. Mehrere Festredner traten ans Mikrofon und zwischendurch spielte die Band „Unvorhörsehbar“ Balkan-, Roma- und Klezmermusik.

Die Zahl elf spielte eine wichtige Rolle in den Reden. Andrea Koehn leitet die Bücherei seit elf Jahren. Elf Mitarbeiter unterstützen sie dabei. Bürgermeister Niels Schmidt konnte auch mit einer Elf aufwarten, denn er hat im elften Monat, also im November Geburtstag. Heinz-Jürgen Lorenzen vom Büchereiverein Schleswig-Holstein führte die elf Jahre ins Feld, die seit seiner letzten Rede in der Bücherei, damals beim 100. Geburtstag, vergangen seien.

Kreispräsident Burkhard E. Tiemann (CDU) war um 11.11 Uhr noch gar nicht da, so dass die Feier ohne ihn anfangen musste. Aber gut elf Minuten später keuchte er atemlos in die Bücherhalle und erinnerte daran, vor elf Jahren noch nicht dabei gewesen zu sein, obwohl er damals doch schon Kreispräsident gewesen sei. Diesmal aber habe es mit seiner Einladung geklappt und das sei immerhin besser, als wenn es umgekehrt gekommen wäre.

Nach dieser Rechenakrobatik geriet der Kreispräsident ins Grübeln. Ausgeliehene Bücher werden intensiver gelesen als die meisten in privaten Regalen, vermutete er. Zugleich verändern und erweitern neue Informationstechnologien den Aufgabenradius der Büchereien. Sie werden zu Lotsen im „Informationsdschungel“ und müssen Medienkompetenz vermitteln. Darüber hinaus aber seien sie als Stätten echter, persönlicher Begegnung immer wichtiger für eine Gesellschaft, deren Kommunikation sich sonst zunehmend auf virtuelle Ebenen verlagert.

Gerade mal fünf Minuten Zeit waren jedem Redner zugeteilt worden. Denn viele Namen standen auf der Liste, Sabine Lüchau von der Amschler-Stiftung, Antje Alpers vom Förderverein der Stadtbücherei, schließlich Vertreter der politischen Parteien sowie der Bildungspartner KITA und Schule. Danach hatten alle viel Zeit zu f2f-talk, wie das Plaudern von Mensch zu Mensch auf Neudeutsch heißt.

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