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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. August 2017 | 08:23 Uhr

Frischer Wind weht fröhlich weiter

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Freie Wahlgemeinschaft Hetlingen feierte 20-jähriges Bestehen mit Musik / SPD-Kreischef Thomas Hölck beneidet Unabhängigkeit

Die jungen Wilden von damals mögen sich optisch ein wenig verändert haben, aber der Geist von einst weht bei der Freien Wahlgemeinschaft Hetlingen (FW) auch nach 20 Jahren Politik unverdrossen mit frischer Brise. Der Partei-Geburtstag wurde in der Gaststätte „Op de Deel“ gebührend mit vielen Gästen und Musik der Gruppe „Evergreen Trio“ fröhlich gefeiert.


Wichtig ist Respekt vor dem politischen Gegner


Unter den Gästen waren Vertreter der Freien Wählergemeinschaft Haselau, Amtsvorsteher Rolf Herrmann (CDU), die Haseldorfer SPD-Gemeindevertreter Thomas Hölck und Boris Steuer sowie Hetlingens Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU).

Der Vorsitzende und sogenannte „Winterpräsident“ Michel Wiest fehlte krankheitsbedingt, seine Vertretung war scherzeshalber ein Puppen-Imitat.

Fraktionschef Michael Rahn fragte in einer launigen Rede, was bis zu 20 Männer und Frauen reizen könne, sich mit Politik zu beschäftigen und ließ die vergangenen Jahre Revue passieren. Neben den politischen Erfolgen seit Anfang 1994 – und natürlich auch den Niederlagen – sei ein wichtiger Grund für das Engagement, sich auch lustig miteinander auseinanderzusetzen und in der Minderheit zu versuchen, andere von seinen Ansichten zu überzeugen.

Leider hätte es in der Vergangenheit eine gewisse Spannung im Dorf gegeben, so Rahn. Der Kommunalpolitiker räumte ein, dass auch er im Eifer des Gefechts manches Mal die Nerven verloren habe. Aber schließlich ginge es im Rat nicht um „Waffenlieferungen an Syrien“. Deswegen sollten doch alle versuchen, ein bisschen freundlicher miteinander umzugehen und daran arbeiten, Respekt vor dem politischen Gegner zu haben, meinte der Fraktionssprecher. Gemeinsam mit FW-Gründungsvater Helmut Gröne (Foto) hegt Rahn weiterhin den großen Wunsch, nach einem Dorfladen.

Gröne war sich in seiner humorvollen und gewohnt kämpferischen Ansprache sicher, dass bei diesem Projekt höchstens der Pächter irgendwann Pleite gehen könne. Erstaunt zeigte er sich, dass aus einer einstigen Initiative heraus, ein „parteiähnliches Monstrum“ geworden sei. Wichtig sei, mit „offenem Visier“ zu kämpfen und zu verstehen, dass Auseinandersetzungen keine Feindschaft bedeuteten und man sich danach wieder in die Augen schauen können müsse.

Amtsvorsteher Herrmann lobte die gemeinschaftliche Stärke, welche besonders in der immer interessanter werdenden Region wichtig sei. SPD-Kreisvorsitzender Hölck bezeichnete die FW als „Zugewinn in der politischen Vielfalt“ und gratulierte zur Leistung, die Anfangseuphorie in 20 Jahre Arbeit umgewandelt zu haben. Er beneide die Freien Wähler manchmal um ihre politische Unabhängigkeit.


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erstellt am 04.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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