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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. November 2017 | 19:53 Uhr

Frische Ideen statt Amtsrathaus

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Vorstoß FW Hetlingen bringt Antrag ein für die Amtsausschusssitzung am 21. November / Erste Beratung im Hauptausschuss

Seit langem beschäftigen sich Kommunalpolitiker und Mitarbeiter des Amtes Marsch- und Geest Südholstein (Gums) mit der Frage Anbau an das Moorreger Amtshaus oder Neubau eines Amtsratshauses. Das Thema steht auch bei der nächsten Sitzung des Gums-Hauptausschusses am Dienstag, 7. November, an – mit neuen Ideen. Die hat Michael Rahn (Foto), Fraktionschef der Freien Wahlgemeinschaft (FW) Hetlingen als Antrag für die Sitzung des Amtsausschusses am Dienstag, 21. November, einbracht. Tenor: Ausbau der derzeit sieben Bürgerbüros in den Gemeinden sowie die mögliche Schaffung von Heim-Arbeitsplätzen.

Der Kampf um den Erhalt des Moorreger Amtshauses wird hinter den Kulissen nach wie vor hart geführt. Nach der Amtserweiterung um die drei Gemeinden Haseldorf, Haselau und Hetlingen ist die Raumnot noch größer. Doch angesichts leerer Kassen in den meisten der zehn amtsangehörigen Gemeinden sehen immer mehr Kommunalpolitiker das Problem, einen Neubau für etwa zehn Millionen Euro zu finanzieren. Nicht nur Vertreter der Gemeinde Moorrege plädieren daher für einen Anbau am derzeitigen Standort – Sanierung des Gebäudes inklusive.

Rahn stellt zwei Varianten zur Diskussion. Statt eines Neu- oder Ausbaus könnten die sieben Bürgerbüros ausgebaut werden. Ziel sei es, dass künftig alle Einwohner nicht nur alle Bürgerbüros für den Bürgerservice nutzen könnten, beispielsweise um einen Ausweis zu beantragen, sondern auch weitere Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Was ausgelagert werden könnte, solle die bereits eingerichtete Arbeitsgruppe Amtshaus prüfen. Die Variante B sieht die Prüfung vor, welche Aufgaben über Heim-Arbeitsplätze erledigt werden könnten und ob es Mitarbeiter gibt, die diese Arbeitsweise nutzen wollen. „Bei beiden Varianten, die auch gemeinsam verwirklicht werden könnten, ist es wichtig, dass die Vernetzung der Computersysteme optimiert und gesichert wird“, heißt es in dem Antrag. Darüber hinaus müsse festgestellt werden, was trotz möglicher Auslagerungen in der Zentralverwaltung saniert oder umgebaut werden müsse, beispielsweise Fluchtwege. „Bei beiden Varianten sollten die Möglichkeiten geprüft werden, sie als Modellprojekt für eine bessere Verwaltung im ländlichen Raum zu bezuschussen“, heißt es in dem Antrag. Zurückgegriffen werden könne auf die Erfahrungen aus der e-Government-Initiative des ehemaligen Segeberger Landrats Georg Gorrissen.


Großer Anbau sei problematisch


Seine Initiative begründet Rahn: „Klar ist, dass es kaum einem Bürger zu vermitteln ist, für ein neues Amtshaus bis zu zehn Millionen Euro auszugeben. Klar ist auch, dass ein großer Anbau am jetzigen Standort äußerst problematisch wird.“ Deshalb müsse nach neuen Wegen gesucht werden. Das neue Konzept gebe es nicht zum Nulltarif, aber es koste wahrscheinlich deutlich weniger. Rahn: „Um diese Ausgaben noch mehr zu minimieren, sollte die fortschrittliche Amtsverwaltung die anstehende Digitalisierungskampagne der neuen Landesregierung nutzen, um weitere Zuschüsse einzuwerben.“

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