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Moorege/Heist : Friedhofskapelle mit Leben füllen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Evangelische Kirchengemeinde St. Michael: Künftig ganzjährig 10-Uhr-Gottesdienste am dritten Sonntag des Monats

Die evangelische Kirchengemeinde St. Michael Moorrege-Heist zeigt künftig verstärkt Flagge in Heist. Am Sonntag, 19. Januar, startet ein Testlauf für einen 10-Uhr-Gottesdienst. „Wir hoffen dabei nicht nur auf Senioren, die nicht mehr so mobil sind, sondern auch auf die Jugend, unsere Konfirmanden“, sagte gestern Pastorin Vivian Reimann-Clausen im Gespräch mit dieser Zeitung. Immer am dritten Sonntag des Monats soll nun ganzjährig in der gemeindlichen Friedhofskapelle an der B 431 Andacht gehalten werden.

Bisher gab es nur in der warmen – weil hellen – Jahreszeit 18-Uhr-Gottesdienste, im Winter mussten Gläubige stets nach Moorrege in die St.-Michael-Kirche (Kirchenstraße). Mehr kirchliche Angebote für Heist – auch Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) hatte sich dafür eingesetzt. Als Propst Thomas Drope 2012 seine erste Visitation ausgerechnet bei der kleinen Gemeinde Moorrege-Heist absolvierte, nutzte Neumann die Chance, um für eine stärkere Präsenz in seinem Dorf zu werben. Erfolgreich. Denn die Pastorenstunden wurden angehoben. Waren bisher 1,25 Stellen für Moorrege-Heist genehmigt, sind es nun eineinhalb Stellen. Pastorin Reimann-Clausen ist Vollzeit beschäftigt, Pastor Stefan Weißlog hat eine halbe Stelle.

Die Pastorin freut sich sehr über diese positive Entwicklung. Immerhin hat sie in den ersten sechs Jahren ihrer elf Dienstjahre in Heist gelebt. Grund war damals die Sanierung des Moorreger Pastorats. Die Verbundenheit zu Heist blieb. „Deshalb schwingt mein Herz besonders mit“, gesteht Reimann-Clausen.

20.000 Euro in die Renovierung investiert

Die Gemeine hat in den vergangen Monaten kräftig in die kleine Friedhofskapelle investiert. „Wir haben 2013 etwa 20 000 Euro in die Elektrizität, Belüftung und Malerarbeiten gesteckt“, sagte Neumann auf Anfrage. Der Bürgermeister freut sich über die Attraktivitätssteigerung. Und sagt augenzwinkernd: „Wir haben schon immer gesagt, es ist die Kirchengemeinde Heist-Moorrege.“ Den Abendgottesdienst hatte Reimann-Clausen nicht in Herbst und Winter anbieten wollen, weil der Weg holperig und vor allem nicht ausgeleuchtet ist. Sie hofft nun, dass sich auch da noch etwas tut.

In den Köpfen vieler Heistmer ist es immer noch einfach nur die Friedhofs-Kapelle. Aber Reimann-Clausen glaubt fest daran, dass sich das schnell wandelt. Die innere Verbundenheit zur Moorreger St.-Michael-Kirche habe oft gefehlt. Jetzt aber haben die Heistmer ihre eigene kleine Sonntags-Kirche im Dorf. Der Bedarf sei da – Beweis sei beispielsweise die große Teilnahme an der Abschlussveranstaltung des „Lebendigen Adventskalenders“ vor Weihnachten und der sehr gut angenommene Einschulungsgottesdienst gewesen.

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erstellt am 16.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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