zur Navigation springen

„Engel der Kulturen“ : Friedenssymbol bald in Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der „Engel der Kulturen“ wird am 11. September feierlich verlegt. Die Veranstaltungen finden am 19. und 20. Mai statt. Es werden noch Mitwirkende gesucht.

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2014 | 06:00 Uhr

Wedel | Es steht fest: Der „Engel der Kulturen“ kommt nach Wedel. Am Donnerstag, 11. September, wird das Friedenssymbol im Rahmen des ersten „Fest der Kulturen“ feierlich in der Rolandstadt verlegt.

Der „Arbeitskreis der Stadt Wedel gegen Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit“ hat das soziale Kunstprojekt in Wedel initiiert (wir berichteten). Zu einer ersten Infoveranstaltung Ende März kamen 43 Menschen. „Es gab nur eine Enthaltung. 42 stimmten der Verlegung zu und wollen sich beteiligen“, sagt Irmgard Jasker vom Arbeitskreis. Darunter seien 15 verschiedene Organisationen, zum Beispiel das Wedeler Freiwilligen-Forum. Bei deren Treffen am kommenden Montag, 19. Mai, wird das Projekt noch einmal vorgestellt. Das übernehmen Jasker und Katrin Taylor-Voss. „Taylor-Voss reist aus Ahrensburg an, dort wurde der Engel bereits vor einem Jahr als Bodenintarsie installiert“, sagt Waltraut Heimann-Kuntze vom Forum. Die Infoveranstaltung in der Risthütte (Küsterstraße 6) beginnt um 19 Uhr.

Am Dienstag, 20. Mai, soll ab 19.30 Uhr im Rathaus das „Fest der Kulturen“ weiter geplant werden. Musik und Tanz, Speisen und Spiele – bunt soll es werden. Daran kann sich jeder beteiligen: Schulen, Kindergärten, Vereine und Religionsgemeinschaften. „Und alle, die sich diesem Thema nahe fühlen“, sagt Jasker.

Der „Engel der Kulturen“ wird – als großes Stahlrad – im Rahmen einer Stadtkarawane durch Wedel gerollt. An mehreren Stellen wird Halt gemacht, zum Beispiel an der Christuskirche, der Moschee, der Batavia und an Wedeler Schulen. Dort wird mit Hilfe der Schablone und Sand ein Engel hinterlassen. Der Zug endet am Rathaus. Dort soll das Symbol als Bodenintarsie verlegt werden. Auf den prominenten Standort hatten Jasker und ihr Team gehofft, auch weil die Stadt bereits 1990 als weltoffene Gemeinde ausgezeichnet worden ist. „Ob direkt vor dem Rathaus oder auf dem Rathausplatz ist noch nicht sicher, darüber entscheidet die Politik“, so Jasker. Bisher seien von allen Fraktionen positive Rückmeldungen gekommen.

Außerdem konnte Bürgermeister Niels Schmidt als Schirmherr für das Projekt gewonnen werden. „In einer Zeit, in der täglich in den Nachrichten von Konflikten berichtet wird, die eine religiösen und kulturellen Hintergrund haben, ist es richtig Gemeinsamkeiten zu betonen“, sagt er.

Weitere Informationen gibt es bei Jasker unter der Telefonnummer 04103-3386 oder per E-Mail an irmgard@jaskers.de.

Der „Engel der Kulturen“ symbolisiert die Gleichheit aller Menschen und deren Kulturen sowie Religionen. Es ist ein ringförmiges Zeichen in dessen Innenraum die Symbole drei großer monotheistischer Weltreligionen hineinragen, die untrennbar miteinander verbunden sind. Der Halbmond formt den Engelskopf, Stern und Kreuz die Flügel. Das Symbol wurde vom dem Künstlerpaar Carmen Dietrich und Gregor Merten geschaffen.
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen