zur Navigation springen

Freie Wählergemeinschaft will CDU-Mehrheit brechen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

„Schluss mit absolutistischen Mehrheitsentscheidungen. Schluss mit dem Ignorieren sachlicher Argumente. Schluss mit dem nicht sachgegerechten Umgang von Steuergeldern. Schluss mit dem Investitonsstau.“ So lauten die Forderungen der Freien Wählergemeinschaft Moorrege (FWM), die sich für die Kommunalwahl im kommenden Jahr ein klares Ziel gesetzt hat. „Wir wollen die Mehrheit der CDU brechen“, sagte Hauke Heideke bei der Vorstellung der Wählergemeinschaft. Bei der Kommunalwahl 2013 erreichte die CDU 56,7 Prozent der Stimmen.

„Für Moorrege wäre es einem politischen Erdbeben gleichzusetzen“, sagt Michael Adam, Vorsitzender der FWM. In der Wählergemeinschaft haben sich vor allem Aktivisten der Bürgerinitiative „Gegenwind“ zusammengetan, die über ihren Protest gegen den Verkauf der „Alten Schule Oberglinde“ zu aktiven Lokalpolitikern geworden sind. Am Anfang stand ihr Kampf gegen den drohenden Verlust preiswerter Wohnungen und den Kahlschlag des alten Baumbestandes auf dem Areal. „Wir wollen uns einbringen, um den Politikstil zu beeinflussen. Wir wollen die Bürger mehr einbinden und Politik transparenter machen“, sagte Adam. Er ist überzeugt: „Das wird uns nur gelingen, wenn die CDU die absolute Mehrheit verliert.“

Die Mitglieder der FWM sind keine blutigen Anfänger. „Es gibt sehr viele Bürger in Moorrege, die sich nicht mehr mitgenommen fühlen. Wir haben bei uns Mitglieder mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Gemeinderat. Da ist definitiv Kompetenz vorhanden“, sagte Carsten Niedworok. Einer davon ist Ulrich Müller, der 28 Jahre dem Gemeinderat angehörte – für die CDU: „Es hat nie einen langfristigen Dorfentwicklungsplan gegeben. Es wurde immer klein, klein entschieden.“ Zudem kritisierte er die „Stille-Kämmerlein-Politik.“ Das Parteibuch soll bei der FWM keine Rolle spielen. „Uns ist es egal, ob jemand ein schwarzes, rotes, gelbes oder grünes Parteibuch hat. Jeder kann seins behalten. Wir wollen Sachverstand und Engagement für Moorrege – egal wofür jemand auf Landes- oder Bundesebene stimmt“, so Adam.

„Der politische Frust in Moorege ist sehr, sehr hoch“, stellte Niedworok seine Eindrücke aus Bürgergesprächen dar. Diesem will die FWM nun entgegenwirken. „Wir wollen nicht nur kritisieren, sondern aktiv gestalten“, sagte Adam. Derzeit laufe für die Wählergemeinschaft der Eintrag ins Vereinregister. In den kommenden Wochen soll eine erste Bürgerinformationsveranstaltung stattfinden. „Wir wollen mit den Bürgern sprechen und deren Probleme erfahren, von denen wir vielleicht noch nichts wissen“, erläuterte Heideke. Dann erst könne inhaltlich an einem Programm gearbeitet werden. „Unser Ziel ist Sachpoltik“, sagte Heideke, und Müller ergänzte: „Wir wollen die Probleme zusammen mit den anderen Fraktionen lösen.“ Eines stellte Adam bereits klar: „Wir werden selbst jemanden für das Bürgermeisteramt präsentieren. Wen genau, das werden wir noch beraten.“

Bisher zählt die FWM elf Mitglieder. Wer mitwirken will, kann sich bei Adam unter Telefon (01  62) 2  35  86  02 oder per E-Mail an michael.adam.moorrege@ gmail.com melden.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen