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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. November 2017 | 10:52 Uhr

Freie Fahrt für Fahrradfahrer

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Vier Männer, eine Idee: Grabenquerung aus Holz ermöglicht Fußgängern und Radlern die Tour von Heist nach Hetlingen

Vier Männer, eine Idee, Holz und ein paar Stunden Arbeit – fertig ist die neue Brücke. Nun heißt es wieder: freie Fahrt. Passend zum Start der Naherholungssaison können Fußgänger und Radler die seit Wochen gesperrte Brücke am Grünen Damm in Haseldorf (wir berichteten) wieder passieren.

Über den Betonkörper wurde eine hölzerne Konstruktion gelegt. „Man weiß doch, wie lange es dauert, bis Gremien getagt und Geld freigegeben haben“, sagte CDU–Gemeindevertreter Stefan Nickels. So lange habe man einfach nicht warten wollen. Die Brücke – ein Bauwerk im „Dreiländereck“, wie Nickels, Geschäftsführer von Voß Karosseriebau lachend erklärte.

Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) musste das Bauwerk, unter dem die Oberflächen-Entwässerung für Holm, Heist und einen Teil von Hetlingen fließt, nach einem Gutachten wegen Rissen im Betonsockel sperren. Nun überlegt er, wie das Ersatzbauwerk finanziert werden kann. Aber das zu organisieren dauert.

Bürgerfreundlich sollte die Wartezeit verkürzt werden. Und so spuckte nicht nur Schölermann kräftig in die Hände, sondern er holte sich noch Hilfe von den Gemeindevertretern Nickels und Helmut Schübbe. Vierter im Bunde war Peter Bark, der einen Meisterbetrieb für Klempner- und Dachdeckerei in Haseldorf führt und sich bestens mit tragfähigen Holzkonstruktionen auskennt. Das Geld für das Bauholz stammt aus der Gemeindekasse.

Wie schnell es mit einem echten Brückenersatz geht, steht noch in den Sternen. Derzeit wird im Amt für ländliche Räume nach den Unterlagen zum Brückenbau gesucht, wie Schölermann sagte. Erst dann kann entschieden werden. Ein Betonbauwerk kostet mit etwa 250 000 Euro zu viel Geld. Eine Holz-Metallbrücke verschlingt etwa 60 000 Euro – allerdings ohne Fundament.

Wolfram Koopmann findet die Initiative der Haseldorfer jedenfalls ganz prima. Der Hetlinger fährt gern mit dem Rad über Heist zur Arbeit nach Uetersen. Durch die Behelfsbrücke spart er nun wieder zehn Minuten pro Tour.

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