Premiere im Elbmarschenhaus : Fotos aus der Marsch

Regina Fahlbusch vor „Eis unter der Brücke“.
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Regina Fahlbusch vor „Eis unter der Brücke“.

Zum ersten Mal zeigt Regina Fahlbusch die fotografische Ausbeute ihrer Streifzüge durch die Marsch.

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20. Januar 2015, 15:00 Uhr

Haseldorf | Meist ist sie bei Wind und Wetter ganz allein mit ihrer Kamera an der Elbe und in der Marsch unterwegs, immer auf der Suche nach geeigneten Motiven und Impressionen für das besondere Bild. Einige ihrer Fotos zeigt die Wedeler Künstlerin Regina Fahlbusch nun erstmalig öffentlich in einer Ausstellung im „Elbmarschenhaus“ in Haseldorf. Freitag war Vernissage. Unter dem Motto „Elbe, Marsch... alle Wetter!“ präsentiert die pensionierte Kunstlehrerin – 40 Jahre lang gab sie in Wedel Unterricht – etwa 30 stimmungsvolle Fotodrucke von unterschiedlicher Größe in Farbe und in Schwarz-Weiß.

Nach der Begrüßung der etwa vierzig Gäste durch Tourismusmanagerin Alma Roos erzählte Fahlbusch von ihrer Begeisterung für die Fotografie, welche sie in ihrem 16. Lebensjahr geradezu „gepackt und nie wieder losgelassen“ habe. Sie wurde 1946 als „Harzer Kind“ in Seesen  /  Göttingen geboren. Da ihr Herz schon früh für die Kunst schlug, hätte sie dieses Wahlfach auch sehr gern studiert, berichtete Fahlbusch. Die Eltern waren damals aber mehr von der Vorstellung einer soliden Beamtenlaufbahn angetan – und die junge Frau fügte sich. Neben ihrem Beruf als Lehrerin, verlor sie allerdings nie die Fotografie aus den Augen und begann schon früh, Bilder mit der alten analogen Kodak-Kamera ihrer Mutter aufzunehmen.

Inzwischen fotografiert Fahlbusch bereits lange mit einer digitalen Kamera. Sie hat sich im Laufe der Jahre ein großes Wissen über verschiedene Techniken selbst erarbeitet. Nach der Beendung ihres erfüllten Schuldienstes vor einigen Jahren habe sie endlich die „Muße für die Fotografie“ gefunden, erzählte die Künstlerin glücklich. Die Gefahr, vom Leben „verschlungen“ zu werden, sei groß. Sie sei froh, mit der Fotografie ihren neuen Lebensabschnitt „sensibel“ gestalten zu können.

Die sympathische und bescheidene Künstlerin mit dem schönen, von Wind und Wetter gegerbten Gesicht und den sensiblen, zupackenden Händen sagte weiterhin, sie wolle mit ihrer Ausstellung einfach nur zeigen, was sie „mit Freuden beschäftige“. Mehr als ein einfaches „Ach, wie schön“ zu ihren Fotos sollte es gar nicht sein.

Die Natur gibt den Rhythmus vor, das künstlerische Auge setzt ihn in Szene: „Weidenzäune im Schnee“. (Fotos: Heer)
Die Natur gibt den Rhythmus vor, das künstlerische Auge setzt ihn in Szene: „Weidenzäune im Schnee“. (Fotos: Heer)
 

Dabei entdeckten die Gäste viel mehr in den eingefangenen Momenten und waren beeindruckt und fasziniert von Fahlbuschs kunstvollen Fotos mit so romantischen Motiven und Titeln wie „Die Wedeler Aue in der Abenddämmerung“ oder „Unwetter zieht auf“ am Krückau Sperrwerk, die alten „Duckdalben“ im Haseldorfer Hafen, „Winter vor dem Deich“ in Seestermühe, „Eis unter der Brücke“ im Hamburger Yachthafen oder dem von tiefrotem Sonnenuntergang beschienenen „Lenkdrachen am Deich“.

Die Foto-Ausstellung im Haseldorfer Elbmarschenhaus, Hauptstraße 26,  ist noch bis Sonntag, 15. Februar, jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Mehr Infos unter www.elbmarschenhaus.de
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