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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 21:42 Uhr

Wedel : Formaldehyd in der Kita

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Stadt äußert sich zu den Messergebnissen in der Risthütte: Die Ursache für die Raumluftbelastung soll ermittelt und behoben werden.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Formaldehyd in der Risthütte: Wedels Grüne haben Alarm geschlagen, nachdem eine Messung Schadstoffbelastungen in der Raumluft des Gebäudes nachgewiesen hat, das unter anderem von der Kindertagesstätte Regenbogen als Außenstelle genutzt wird. Grünen-Ratsfrau Petra Kärgel forderte daraufhin ein weiteres Gutachten zwecks Ursachenforschung sowie in einem Fünf-Punkte-Fragenkatalog eine offizielle Stellungnahmen der Verwaltung. Die liegt jetzt vor.

Stichwort Grenzwerte: Welche die Stadt den zugrunde lege, um das gesundheitliche Wohl der Kita-Kinder sicher zu stellen? 0,07 ppm Formaldehyd wurden gemessen, ab 0,08 gilt der Wert laut Weltgesundheitsorganisation als besorgniserregend. Kärgel hatte dargelegt, dass die Augen- und Nasenreizungsschwelle bereits bei 0,01 ppm beginne und ab 0,06 ppm Kopfschmerz und Schwindel möglich sei. Antwort der Stadt: Sie handle auf Basis der gesetzlichen Bestimmungen und der festgeschriebenen Grenzwerte. „Im Einzelfall, insbesondere wenn (Kleinst-)Kinder betroffen sind, wird die konkrete Situation betrachtet“, heißt es außerdem.

Stichwort weitere Schritte: Ob sich die Stadt mit Stoßlüften zufrieden gebe? Antwort der Stadt: Nein. Zwar seien die gemessenen Werte unter der Eingreifgrenze des Bundesgesundheitsamts, jedoch seien alle Verantwortlichen sehr sensibilisiert.

Erneute Messung geplant

Eine Wandverschalung und Wandabschlüsse seien bereits erneuert, der Austausch eines Fensters zwecks Lüftungs-Verbesserung sei in Planung. Anschließend sei eine neue Raumluftmessung vorgesehen. Und: „Selbstverständlich muss Ziel sein, die Ursache für die Raumluftbelastung zu finden und zu beheben.“

Die Frage nach dem Zuständigen für solche Messungen und Gutachten hat die Stadt schnell beantwortet: der Fachdienst Umwelt des Kreises Pinneberg. Ähnlich die nach der Verantwortung für das gesundheitliche Wohl der Kinder. Die liege beim Träger der Kitas. Kontrollorgane seien Fachaufsicht und Umweltamt des Kreises, Unfallkasse Nord, Arbeitsschutz und die Stadt Wedel.

Schließlich der Punkt Unterrichtungsverpflichtung des Trägers gegenüber der Stadt bei Schadstoff-Belastungen. Diese bestehe nicht, ergebe sich jedoch aus Sinn und Zweck des Vertrags und der Verpflichtungen. „Tatsächlich handeln die Träger auch so“, lautete die abschließende Antwort aus der Verwaltung.

Wie berichtet, hatte die Stadt direkt nach der öffentlichen Anfrage Kärgels Ende August am Tageblatt-Telefon erklärt: Die Grenzwerte würden eingehalten und gemeinsam mit der Kita-Leitung, der Kirche als Träger und dem Umweltamt wolle man an die Ursachensuche gehen. „Es ist jedoch keine Gefahr im Verzug und auch kein Anlass da, über eine Schließung nachzudenken“, sagte Burkhard Springer, Fachdienstleiter Bildung, Kultur und Sport. Der Wedeler Rat tagt am Donnerstag, 19. September, ab 19 Uhr im Rathaus unter anderem zu diesem Thema.

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