SPD in Wedel : Folklore, Sekt, Politik und Schmalzbrote

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Lothar Barop (rechts) und Juso-Sprecher Tobias Niemeyer (Zweiter von links) begrüßten zum Neujahrsempfang besonders den SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Hölck (links) sowie den SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann.
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SPD-Ortsvereinsvorsitzender Lothar Barop (rechts) und Juso-Sprecher Tobias Niemeyer (Zweiter von links) begrüßten zum Neujahrsempfang besonders den SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Hölck (links) sowie den SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann.

Knapp 60 Besucher beim Neujahrsempfang der SPD.

shz.de von
19. Januar 2015, 16:00 Uhr

Wedel | Bühne frei für die Genossen: Da das Foyer im Theater Wedel zurzeit renoviert wird, hatten die Kulturmacher für den Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins ihr Herzstück zur Verfügung gestellt. Dezente Beleuchtung, rote Tulpen und SPD-Fähnchen auf den Tischen, rustikale Holzbänke, Sekt und Saft, als Appetithäppchen Schmalzbrote, dazu dezente Folkloremusik – es war eine gemütliche und fast familiäre Stimmung gestern Vormittag auf der Bühne des Theatersaals. Parteichef Lothar Barop und Juso-Sprecher Tobias Niemeyer begrüßten unter den knapp 60 Besuchern besonders den SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Hölck, den SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann sowie zu späterer Stunde die Wedeler Grünen-Bundestagsabgeordnete Valerie Wilms, die direkt vom Neujahrsempfang ihrer Partei gekommen war.

In einem kurzen Rückblick unternahm Barop einen Streifzug durch die politischen Geschehnisse des vergangenen Jahres in der Rolandstadt. „Die SPD hat trotz des Sparhaushalts einige Streichungen abwenden können, etwa die für das Barlach-Museum“, stellte er fest. Mittelkürzungen im Bildungshaushalt, insbesondere für die Volkshochschule, würden mit den Sozialdemokraten nicht zu machen sein. „Die VHS ist ein Kommunikationszentrum, es kann nicht sein, dass das Gebäude aufgegeben wird und dafür irgendwelche Räume angemietet werden“.

Juso-Sprecher Niemeyer kritisierte, dass der Dialog zwischen den Ratsfraktionen im vorigen Jahr zu kurz gekommen sei: „Man hatte mitunter den Eindruck, dass sich einige Politiker mit ihren Meinungen lieber in der Zeitung sehen wollten, anstatt miteinander zu kommunizieren.“ Hart ins Gericht ging Niemeyer mit den Gegnern der potenziellen Flüchtlingsunterkunft am Hasenknick: „Es kann nicht sein, dass ein paar selbsternannte Umweltschützer mit dem Argument, Bäume schützen zu wollen, den Bau zu verhindern versuchen.“

Rossmann forderte auf Bundesebene eine bessere Regulierung von Leiharbeit und Werksverträgen sowie gleichen Lohn für Frauen und Männer. Zudem müssten die Bildung weiter gefördert und bessere berufliche Einstiegsmöglichkeiten für Flüchtlinge geschaffen werden. Hölck betonte, dass die SPD für eine „soziale Stadt für alle Menschen mit unterschiedlichen Einkommen und unterschiedlicher Herkunft“ stehe und sprach sich in dem Zusammenhang für eine Mietpreisbremse sowie weiteren sozialen Wohnungsbau aus.

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