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Wedel-Schulauer Tageblatt

14. Dezember 2017 | 09:29 Uhr

Haseldorf : Flüchtlinge erhalten Fahrgeld

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Amtsausschuss Haseldorf beschließt 20 Euro Zuschuss für Zonenkarte. Gemeinden betreuen derzeit 73 Asylsuchende.

shz.de von
erstellt am 29.Mär.2016 | 10:00 Uhr

Haseldorf | Von den großen Auseinandersetzungen war nicht mehr viel zu spüren: Die erste Ausschusssitzung des Amtes Haseldorf nach dem Auflösungsbeschluss verlief ohne Auffälligkeiten oder Konflikte in gewohnter Geschäftigkeit. Noch bis Jahresende stehen die Gemeinden Hetlingen, Haseldorf und Haselau unter Uetersener Verwaltung. Danach wechseln sie ins Amt Moorrege. Zeitlich bezogen sich die abzuarbeitenden Tagesordnungspunkte also noch auf ein dreiviertel Jahr.

In der Frage, ob die Flüchtlinge im Amtsbereich einen Fahrkartenzuschuss ähnlich wie in Hamburg gewährt bekommen sollen, diskutierten die Mitglieder erst einmal den Personenkreis der zu Begünstigenden. Aus Gründen der Gleichbehandlung sollten neben Asylsuchenden auch Menschen in Sozialleistung die Unterstützung erhalten, so der allgemeine Wunsch.

Vom Land gab es bisher für diese politische Forderung keine Zustimmung. Hetlingens Gemeindevertreter Michael Rahn, (FW) stellte deswegen den Antrag, die Resolution, die dieses fordert, und die vom Amt schon einmal an die Landespolitiker gesendet wurde, auch an die Bundestagsabgeordneten des Kreises zu schicken. Das wurde einvernehmlich beschlossen. Besonders Haseldorfs Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) war gegen einen Alleingang der drei Gemeinden. „Das ist nicht hilfreich, wenn die kleinen Kommunen eine Sonderregelung schaffen. Das spricht sich rum.“ Boris Steyer plädierte dafür, „es als freiwillige Leistung des Amtes ins Amt Moorrege mit reinzunehmen“. Das sei wohl nicht möglich, urteilte Ausschussvorsitzender Rolf Herrmann (CDU). Auf dem Land sei der Fahrkartenzuschuss eine Integrationsleistung befand nicht nur Hetlingens Bürgermeisterin Riekhof: „Man gibt des Asylsuchenden ein großes Stück Freiheit.“ 73 Flüchtlinge betreuen die Gemeinden momentan. Nicht alle benötigen den Zuschuss. Flüchtlinge in Sprachkursen bekommen Fahrkosten erstattet. Mit der Stimmenthaltung von Schölermann beschlossen die Mitglieder 20 Euro Zuschuss auf eine 41,30 Euro teure Zonenkarte zu gewähren. Weil das Geld aus den Integrationsleistungen komme, bleibe die Unterstützung auf Flüchtlinge beschränkt, betonte Herrmann.

Auch für die Flüchtlingskoordinatoren stellten die Entscheidungsträger Geld bereit. Sie sollen zehn Euro pro Asylbewerber zur Verfügung gestellt bekommen. Das sei für integrative Arbeit und nicht für Auslagen bestimmt, die würden extra abgerechnet, so Herrmann ausdrücklich. Auch die Anschaffung eines neuen Treckers für den Bauhof brachten die Ausschussmitglieder auf den Weg.  

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