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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. November 2017 | 12:27 Uhr

FH Wedel : Fliegende Hüte besiegeln den Erfolg

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Von den 99 Absolventen schlossen vier mit Auszeichnung ab. Rotarier vergeben zwei Innovations- und einen Sonderpreis.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Wedel | Die 99 Absolventen der Fachhochschule Wedel übten sich in Geduld, ehe sie endlich nach FH-Sitte ihre Hüte in die Luft werfen konnten. Zuerst gab es Reden, Zeugnisausgabe und Preisverleihungen. 1500 Urkunden habe er mitgebracht, erklärte FH-Präsident Professor Eike Harms den Aktenberg auf dem Tisch neben dem Rednerpult. Wie sei das ohne Alkohol zu bewältigen? Als alternative Lockerungshilfe übte er mit seinen Zuhörern dreifache Hipp-Hipp-Hurra-Rufe. Das wirkte Wunder.

Das Semester-Ergebnis konnte sich sehen lassen. Von den 99 Absolventen schlossen neun mit sehr gut ab, vier davon sogar mit Auszeichnung, also mit einer Endnote von 1,2 oder besser. Harms hatte noch mehr Statistik im Gepäck: Beim Bachelor of Science-Abschluss sind die Studierenden im Durchschnitt 25 Jahre alt, haben in der Abschlussarbeit einen Notendurchschnitt von 1,7 und insgesamt von 2,3. Die Abschlussnote der durchschnittlich 26-jährigen Master of Science-Absolventen ist mit 2,0 noch etwas besser.

Rund 20 Prozent der Absolventen nehme sich nach dem Abschluss eine Auszeit, fuhr Harms fort. Die Quote der Bachelor of Science, die unmittelbar in das Berufsleben starten, ist mit 63 Prozent unverändert hoch. Darunter haben rund 80 Prozent bereits vor Erhalt der Abschlusszeugnisse einen Arbeitsvertrag geschlossen. Erstmals war ein Bachelor-Studierender des Studiengangs Computer Games Technology unter den Absolventen. Sechs Semester hatte er benötigt, keinen Tag länger als die Regelzeit.

Die durchschnittliche Studiendauer liege allerdings um einige Semester über dem Bundesdurchschnitt, räumte Harms ein. Das liege auch daran, dass viele Studenten gleichzeitig bereits in Lohn und Brot seien. Judith Braatz habe neben ihrem Studium sogar zwei kleine Kinder groß gezogen, hob der FH-Präsident voller Respekt hervor.

Schnelle und genaue Altersbestimmung
 

Nach der Ausgabe der Zeugnisse wurden der Innovationspreis des Rotary Clubs und die Preise des Wedeler Hochschulbundes WHB verliehen. Den ersten Preis erhielt der Absolvent des Bachelor-Studiengangs Medieninformatik Paul-Louis Pröve für seine Leistungen im Forschungsprojekt zur automatischen Altersbestimmung in der Rechtsmedizin mittels moderner Verfahren der Bildverarbeitung. Viel schneller und genauer als bisher kann damit beispielsweise das Alter undokumentierter Flüchtlinge ermittelt werden.

Der Master of Science Informatik Thomas Fabian Starke wurde mit dem zweiten Preis ausgezeichnet. Starke entwickelte in seiner Masterthesis ein interaktives digitales Türschild, das vom nächsten Semester an in der Fachhochschule eingesetzt werden soll. Erstmals ging in diesem Jahr zusätzlich ein Sonderpreis an einen Absolventen der Berufsfachschule PTL Wedel. Der Physikalisch-technische Assistent Leroy Hodermann entwickelte im Rahmen seiner Abschlussarbeit bei der TRIOPTICS GmbH einen neuartigen Mini-Autokollimator zur präzisen Messung selbst kleinster Winkel.

Musikalisch umrahmt wurde der feierliche Akt von einem Streichquartett aus Hamburg. Stefan Schmidt spielte die erste Geige, Oybek Alinov die zweite. Michael Kobus war mit der Bratsche dabei und Constantin Pritz mit dem Violoncello. Als ihr letzter Akkord verklungen war, stürmten die Absolventen und ihre Angehörigen raus in die herbstliche Sonne. Und endlich flogen die Hüte in die Luft, wie die FH-Tradition es verlangt.

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