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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. August 2017 | 06:27 Uhr

Feurige Symphonien am Himmel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Heute Abend gibt es Feuerwerke auf dem Heistmer Flugplatz / Profis geben Tipps zum richtigen Gebrauch von Böllern und Co.

Mehrere Monate hatte die Planung für das Feuerwerk-Spektakel am Flugplatz Heist  /  Uetersen gedauert, gefolgt von der großen Herausforderung, rechtzeitig zur Eröffnung am Montag für einen Ansturm von etwa 5000 erwarteten Gästen an drei aufeinander folgenden Tagen gewappnet zu sein. Bereits am Starttag waren mehr als 1000 Besucher an die Bültenkoppel geströmt, um sich über geprüfte Feuerwerkskörper und die lebenswichtige Handhabung der Ware beim Fachmann zu informieren und sich von tollen Feuerwerken am dunklen Himmel verzaubern zu lassen.

Die Idee, ein Fest für die ganze Familie rund um Feuerwerkskörper zu veranstalten, kam von dem Pyrotechniker Benjamin Hoop aus Hamburg. Mit seinem langjährigen Freund, dem Geschäftsführer der Feuerwerks-Importfirma „Xplod“, Stephan Busch und dem Pächter und Koch des Tower-Restaurants am Flugplatz Sven Szaguhn wurde an der Idee gefeilt. Heraus kam ein Spektakel, das heute Abend mit einer freurigen Symphonie zu Ende geht.


Verbraucher sollen genau hinsehen


Vor vier Monaten wurden Feuerwerkskörper aus China geordert, eine Hüpfburg und ein Karussell für die Kinder organisiert, für leckeres Essen, Punsch und Glühwein gesorgt. Im Restaurant wurden schon vor Tagen die langen Tische mit Großpackungen von China-Böllern, Tisch- Feuerwerken und Vulkanen, Raketensets, Kanonenschlägen sowie Feuerwerksbatterien bepackt, die bis zu vier Minuten lang brennen.

Feuerwerks-Profi Hoop erklärt auf Nachfrage dieser Zeitung, dass es für die Verbraucher immer schwieriger zu erkennen sei, ob die Ware Tüv-geprüft ist oder nicht. Bis vor einiger Zeit waren legale Feuerwerkskörper durch eine so genannte Bam-Nummer als sicher zu erkennen. Seit diesem Jahr sei europaweit nur noch eine nicht aussagekräftige CE-Nummer nötig, so Hoop. Meist sei es schon verdächtig, dass alle Anleitungen auf Englisch geschrieben seien. Hoop rät, auch bei geprüften Feuerwerken die Erklärungen auf der Ware vorher gründlich durchzulesen und den Aufbau sorgfältig zu planen, damit Raketen nicht nach hinten los gehen können. Auch sollten keine Feuerwerkskörper am nächsten Tag aufgelesen und angezündet werden. Meist sei die Zündschnur nur kurz, und das sei gefährlich.

Hoop hat sein Handwerk als Pyrotechniker gründlich erlernt und eine fundierte Berufsausbildung hinter sich. Dafür musste er an 26 Großfeuerwerken Helferscheine machen, um dann zu einem Lehrgang mit abschließenden Prüfungen teilzunehmen. Das er sein Handwerk versteht, zeigt sich ganz wunderbar bei seinen musiksynchronen Großfeuerwerken. Zum Träumen schön ist das mehrere Minuten anhaltende Funkeln der Raketen zu einem Lied der Band „Eisblume“. >

www. feuerwerkspektakel.de

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