„Tag der offenen Tür“ in Wedel : Feuerwehrtechnik zum Anfassen

Kleine Erfrischung gefällig? Sieben Feuerwehrkameraden ließen sich auf dem Dach eines Fahrzeugs  sitzend nassspritzen.
Kleine Erfrischung gefällig? Sieben Feuerwehrkameraden ließen sich auf dem Dach eines Fahrzeugs sitzend nassspritzen.

„Tag der offenen Tür“ bei den Wedeler Blauröcken: Fahrzeugschau, Informationen und Spiele mit der Jugendfeuerwehr.

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07. Juli 2014, 10:00 Uhr

Wedel | Liam hatte sich extra einen Schutzhelm mit Visier und der Notrufnummer 112 auf der Vorderseite aufgesetzt. „Später will ich Feuerwehrmann werden“, sagte der fünfjährige Steppke kess. Gemeinsam mit seinem Onkel Philip Brandt, der als Aktiver zu den Wedeler Blauröcken gehört, setzte sich Liam schon einmal hinter das Lenkrad eines Tanklöschfahrzeugs. Neugierig probierte der Knirps auch den einen oder anderen Schalter am Armaturenbrett aus.

Der „Tag der offenen Tür“ der Freiwilligen Feuerwehr Wedel war vor allem für den potenziellen Nachwuchs eine große Attraktion. Mehrere hundert Besucher strömten am Wochenende zur Wache an der Schulauer Straße. „Ich war erstaunt, dass bereits am Vormittag viele Familien kamen“, freute sich Wehrführer Michael Rein.

Vor vier Jahren hatten die Brandschützer zuletzt zu einer Schau eingeladen. „Wir wollen unsere Arbeit vorstellen und neugierig auf die Feuerwehr machen“, so Rein. Ein Besucher habe sogar spontan konkretes Interesse gezeigt, bei der Wehr aktiv zu werden.

Knapp 40 Kameraden waren während der fünfstündigen Veranstaltung im Einsatz. Die Fahrzeughalle war ausgeräumt worden, der gesamte Fuhrpark wurde vor und hinter der Wache platziert. „Die roten Autos sind erfahrungsgemäß der stärkste Publikumsmagnet“, prophezeite Pressesprecher Holger Koschek. Er hatte Recht, denn die Tanklöschfahrzeuge, die Drehleiter, das Mehrzweckboot „Bürgermeister Kahlert“ und der Wechsellader waren ständig umlagert. Feuerwehrleute erklärten die Technik und halfen vor allem den Jüngsten, die unbedingt einmal hinter dem Steuer Platz nehmen wollten, beim Erklimmen der Sitze.

Vorgestellt wurden zudem die neuesten Rauchmelder und andere Brandmeldeanlagen. Eher spielerisch ging es bei der Jugendfeuerwehr zu: Die Jungretter luden zum Zielen mit der Mini-Spritze auf ein Holzhäuschen.

Selbstverständlich gab es auch ein kulinarisches Angebot: Grillwürstchen und Nackensteaks, von den Feuerwehrfrauen gebackene Kuchen und von der Jugend frisch zubereitete Waffeln. Der Förderverein versorgte die Aktiven mit belegten Broten – eine gute Stärkung, denn diese mussten zu vier Einsätzen, unter anderen wegen eines havarierten Segelboots auf der Elbe, ausrücken.

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