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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Oktober 2017 | 13:36 Uhr

Holm : Feueralarm vor den Ehrungen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Holmer Brandschützer rücken während der Jahreshauptversammlung zum Einsatz aus. Die Zahl der Alarme hat sich 2013 mehr als verdoppelt.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Holm | Flächendeckendes Piepsen. Blicke zum Gürtel. Plötzlich ernste Gesichter. Dann der Befehl: Ganze Truppe ausrücken! Während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Holm hat ein Einsatz die Veranstaltung der Blauröcke für eine Dreiviertelstunde unterbrochen. „Ich bin seit 51 Jahren dabei – das habe ich auch noch nicht erlebt“, sagte Hans-Peter „Molly“ Heidorn.

In einem Mehrfamilienhaus an der Hauptstraße hatten Anwohner Brandgeruch wahrgenommen. Rauch gab es keinen. Auch die Wärmebildkamera konnte kein Feuer unterm Dachgeschoss feststellen. Die 36 Blauröcke konnten wieder einrücken und ihre Versammlung fortsetzen. Wehrführer Lukas Krack scherzte, der Einsatz hätte zur Demonstration der eigenen Geschwindigkeit geplant sein können, in nur zwei Minuten waren die Retter mit drei Fahrzeugen vor Ort. „Selbst heute habt ihr gezeigt, wie schnell ihr seid – wir können ruhig schlafen“, lobte Bürgermeister Walter Rißler (CDU).

33 wahlberechtigte Mitglieder und sieben Anwärter nahmen an der Jahreshauptversammlung teil. Stefan Puttfarken trat nach zwölf Jahren im Amt nicht wieder als Gerätewart an. Kommissarisch hatte bereits im vergangenen Jahr Björn Wanke die Materialobhut übernommen. Einstimmig wurde er von seinen Kameraden gewählt. Für seine Einsatzbereitschaft und Zuverlässigkeit lobte Krack Puttfarken in höchsten Tönen. Dessen Ehefrau Kirsten zollte der Wehrführer für ihre 16 Jahre Versorgung in der Küche großen Respekt.

Einstimmig wiedergewählt wurde zum 20-jährigen Amtsjubiläum Kassenwart Andreas Stumpenhagen, dem Krack für sein Verantwortungsbewusstsein dankte. „Es ist toll, wie er das macht“, sagte der Wehrführer. In geheimer Wahl wurden drei Anwärter neu in die Wehr aufgenommen: Melanie Winkler mit 23 Ja-Stimmen), Stefan Cvenarski und Gerhard Kellermann bestätigt.

34 Mal sind die Holmer Feuerwehrleute 2013 zu Hilfe gerufen worden – 2012 waren es 16 Mal. Drei Menschen wurden aus lebensbedrohlicher Lage befreit. 13 Sitzungen, Fachausstellungen und Vorführungen – großes Thema ist 2013 die Auswahl eines Ersatzes für das alte „Löschgruppenfahrzeug 8“ gewesen. Es soll auf Wunsch der Wehr ein „Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10“ sein. „Es steht im Haushalt und ich hoffe, es kommt spätestens zum Geburtstag“, sagte Rißler. Weitere Verbesserung: Neu-Gerätewart Wanke darf seine Kameraden zur Erlangung des Feuerwehrführerscheins ausbilden.

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