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Hauptversammlung der Kleingärtner : Feuer bestimmen die Schreber-Agenda in Wedel

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Verpflichtende Versicherungen und Wiederaufbau des Vereinsheims Nieland auf dem Tapet.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2016 | 14:00 Uhr

Wedel | 2015 – ein Jahr, das den Wedeler Schrebern vor allem aus einem Grund in Erinnerung bleiben dürfte: die Brände in der Kolonie Nieland und der Kolonie Heldenhain im Autal. Neben dem formalen Teil bestimmen sie die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des Schrebergarten-Vereins Wedel am 11. März.

Im vergangenen Jahr haben gleich mehrere Brände die Kleingärtner in der Kolonie Nieland in Wedel beschäftigt. Davon war auch das Vereinsheim betroffen, das jetzt wieder aufgebaut werden soll. Über die genaue Umsetzung wird nun diskutiert.

Sachstand und Zukunftspläne ist der Punkt „Vereinshaus Nieland“ umschrieben. Wie berichtet war das Haus im August in Flammen aufgegangen – unmittelbar vor dem großen Sommerfest. Die Ermittlung hatte als Ursache Funkenflug beim Abbrennen von Wildkräutern ergeben. Mittlerweile seien die Trümmer bis auf das Fundament abgetragen, so Vereinschef Andreas Neumerkel auf Nachfrage. Während klar sei, dass die Schreber das Heim wieder aufbauen möchten, stehe nicht fest, in welcher Form.

Ziel sei es, auch das Vereinsbüro mit in dem Neubau unterzubringen, das demnächst aus der alten Schauburg in der Bahnhofstraße raus müsse. „Fraglich ist nun, wie wir die Finanzierung sicherstellen“, so Neumerkel. Zwar sei das alte Vereinsheim gut versichert gewesen, dennoch kann der Verein noch nicht die kompletten Kosten für den geplanten Neubau tragen. Hierfür suche man Sponsoren und werde noch einmal an die Stadt herantreten, sagte Neumerkel. Das Heim sei nicht nur für den Verein, sondern auch für die Stadt wichtig, so der Schreber-Chef. „Fast jeder hat hier schon mal gefeiert.“ Über die Vermietung für kleines Geld habe der Verein die Unterhaltung finanziert.

Feuerteufel-Opfer tragen finanziellen Schaden

Auch die Feuerserie in der Kolonie Heldenhain beschäftigt die Laubenpieper nachhaltig. Wie berichtet waren in drei Nächten Ende November und Mitte Dezember insgesamt vier Lauben abgebrannt. Das Werk eines Feuerteufels, so die Ermittlungen. „Es hat uns erschüttert, viele Pächter waren verängstigt“, so Neumerkel. Zeitweise hätten Mitglieder Nachtwachen gehalten. Bitter für die Betroffenen: Ihre Hütten waren nicht versichert, so dass Sie den finanziellen Schaden selbst tragen müssen. Der Verein sei mittlerweile dem Landesverband Schleswig-Holstein der Gartenfreunde beigetreten, so Neumerkel. Damit könne den Pächtern eine kostengünstige Versicherung für ihre Lauben angeboten werden. Um möglichen Schaden vom Verein abzuwenden, sei derzeit im Gespräch, verpflichtende Versicherungen für Parzellen-Pächter einzuführen. Aktuell zählen Wedels Schreber 336 aktive Pächter bei insgesamt 511 Mitgliedern.

Auf der Agenda stehen des Weiteren Wahlen. Die Mitglieder bestimmen unter anderem über die Posten des Vizevorsitzenden, derzeit Wolfgang Jansen, und des Schriftführers (Rainer Zengel). Beide kandidieren laut Neumerkel erneut.

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