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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 23:55 Uhr

Feuer: Bei Fehlalarm bitten Städte zur Kasse

vom

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erstellt am 31.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Kreis Pinneberg | Nach dem Einsatz kommt die Rechnung. Das mussten seit Jahresbeginn 25 Elmshorner Unternehmen und Privatpersonen erfahren. Denn: Sie riefen die Feuerwehr zu Fehleinsätzen oder technischer Hilfeleistung. Nun erhielten sie dafür prompt Gebührenbescheide von der Stadt. 8000 Euro sind dies bis dato. 152 Einsätze wurden dafür begutachtet, für 25 Gebühren erhoben. Für Elmshorn neu, stellen zahlreiche andere Kommunen im Kreis Pinneberg bereits seit Jahren die Kosten für Fehlalarme in Rechnung. 22 000 Euro waren es 2012 beispielsweise in Wedel. Für 54 Einsätze erhob das Ordnungsamt Gebühren.

Zu den kostenersatzpflichtigen Leistungen der Feuerwehr gehören aber nicht Einsätze, wenn es wirklich brennt oder der Rauchwarnmelder daheim piept. "Niemand muss befürchten, zur Kasse gebeten zu werden, wenn Gefahr für Leib und Leben besteht", erläutert Sybille Lamke vom Amt für Bürgerbelange im Elmshorner Rathaus. Diese Einsätze bleiben kostenlos. Anders sieht es bei automatisierten Alarmierungen aus, die zu Fehleinsätzen führen.

Zum Jahreswechsel war für die Stadt Elmshorn eine neue Feuerwehrsatzung in Kraft getreten. Sie regelt detailliert, für welche Einsätze Gebühren erhoben werden. Wann die Stadt kassiert, wird - wie in den übrigen Gemeinden - in jedem Fall einzeln entschieden. Jeder Einsatz mündet in einem Bericht. Die in einem Computer eingepflegten Daten werden von der Verwaltung ausgewertet. Kostenersatzpflichtige Leistungen können dann in einen Gebührenbescheid münden. "Jeder Fall ist eine Einzelentscheidung", sagt Lamke. Die Höhe der Sätze unterscheidet sich übrigens je nach Gemeinde teilweise erheblich.

Häufigste Ursache für Fehlalarme sind defekte Rauchwarnmelder und Brandmeldeanlagen. Die Pinneberger Feuerwehr musste deswegen im vergangenen Jahr 68-mal ausrücken. Feuerwehr-Sprecher Claus Köster wünscht sich deshalb etwas mehr Augenmaß und Eigeninitiative. Oftmals reiche ein zweiter Blick, um die falsche Alarmierung zu verhindern. Köster sagt aber auch: "Wenn der Rauchmelder piept, ist es gut, wenn die Feuerwehr gerufen wird. Wir sind jederzeit zur Hilfe bereit, denn das ist unsere Aufgabe." Seite 9

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