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„Kultur pur“ auf den Theatertagen : Festival der Amateurtheater in Wedel

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das Festival der Amateurtheater zeigt vom 9. bis 11. Oktober fünf Inszenierungen im Theater Wedel. Außerdem gibt es eine Requisitenversteigerung.

shz.de von
erstellt am 15.Sep.2015 | 16:15 Uhr

Wedel | Die Idee ist originell und absolut passend: Zum 50-jährigen Bestehen schickt der Landesverband der Amateurtheater Schleswig-Holstein einen großen alten Theaterkoffer auf Reisen. Der soll im Jubiläumsjahr alle Mitgliedsbühnen besuchen, um zu schauen, was dort so alles auf die Beine gestellt wird. Das hat etwas Verbindendes und das hat auch etwas angemessen Theatrales. Gleichzeitig ist es karitativ. Denn der Koffer nimmt von seiner Stippvisite jeweils eine Requisite mit, die ihm überlassen wird. Jetzt suchen eine Maske, ein pinkfarbener Zylinder, eine Tuba, ein Drachenkostüm, eine Schreibmaschine, eine Rabenhandpuppe, die „Fackel der Wahrheit“ und weitere Kuriositäten in Wedel einen Abnehmer. Denn der Inhalt des Reisekoffers wird versteigert – während der 17. Theatertage, die vom 9. bis zum 11. Oktober in der Rolandstadt stattfinden.

Theatertage in Wedel bedeutet drei Tage „Kultur pur“ und Theater satt, so der Landesverband. Seit mehr als 30 Jahren kommen alle zwei Jahre im Oktober auf der Bühne im Rosengarten 9 Ensemble engagierter Laien zusammen, um einen Einblick in die Amateurtheaterlandschaft zu geben. Hochdeutsches und Niederdeutsches, Ernstes und Komisches, Klassiker und Modernes, Kinder- und Jugendstücke, es gibt nichts, woran sich die Mimen nicht herantrauen.

Wie immer spielt nach der offiziellen Eröffnung am Freitag, 9. Oktober, die ausrichtende Bühne seine aktuelle Produktion: Um 20 Uhr startet das Theater Wedel mit „Nathan der Weise“. Der Sonnabend fängt mit einer Groteske an. Das „Theater heXagon“ aus Kiel hat sich das skurrile Stück „Wir üben noch“ von Frank Krupinska vorgenommen, das vertrottelte und politisch fragwürdige Geheimdienste aus den USA sowie rechte Terroristen in Deutschland gleichermaßen aufs Korn nimmt. Beginn ist um 10.30 Uhr.

Auch die Jugend ist dabei

Um 15.30 Uhr öffnet sich dann der Vorhang für die „KidKatts“, die Jugendgruppe des Theaterclubs in Kettendorf. Sie haben das sozialkritische Stück „Die Welle“ einstudiert, das Reinhold Tritt nach einem Experiment von Ron Jones für die Bühne bearbeitete. Das Experiment zeigt, wie Massen auch in der so genannten aufgeklärten Zeit manipuliert werden können und wie Bewegungen aus dem Ruder laufen. Um 20 Uhr erobert das Plattdeutsche die Bühne: „Fuust un Haart“ von Lutz Hübner ins niederdeutsche übertragen von Ferdinand Müsker, wird von der Schlewiger Speeldeel in Szene gesetzt. Die Jubiläumsfete mit offener Bühne schließt sich um 22.30 Uhr an.

Der Sonntag startet um 10.30 Uhr mit einem Jubiläumsempfang, auf dem der Kofferinhalt zugunsten der Klinikclowns versteigert wird. Ab 14 Uhr führt die Uetersener Hagebuttenbühne mit der Komödie „Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner“ von Ingrid Lausund die Fallstricke des Gutseinwollens vor. Anschließend wird zum Abschluss der Theatertage der Publikumspreis verliehen. 

Kartenreservierungen nimmt die Theaterkasse im Theater Wedel ab sofort dienstags und donnerstags zwischen 15 und 18 Uhr entgegen – entweder telefonisch unter der Nummer 04103-9679067 oder per Mail an kasse@theater-wedel.de. Die Einzelkarte ist für zwölf Euro zu haben. Landesverbandsmitglieder bekommen Sonderkonditionen: die Tageskarte Sonnabend, drei Aufführungen, kostet 30 Euro. Die Gesamtkarte Freitag und Sonnabend, vier Aufführungen, kostet 35 Euro. Die Gesamtkarte Sonnabend und Sonntag, vier Aufführungen, kostet 35 Euro. Und das Gesamtticket für alle fünf Aufführungen gibt es für 40 Euro.
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