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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. November 2017 | 21:39 Uhr

Hetlingen : Ferienkinder als Wasserforscher

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Elf Jungen und Mädchen sind im Klärwerk Hetlingen auf Entdeckungstour gegangen. Umweltschutzaktion des Kreisjugendrings.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Hetlingen | Paul ist zwar erst sechs Jahre alt, aber wenn es um sauberes Wasser geht, kennt er sich gut aus. „Ich war schon mal mit dem Kindergarten hier“, sagt der Hetlinger Junge. Gemeinsam mit seinem Bruder Lenny (10) sowie neun weiteren Kindern und Jugendlichen war er gestern als Wasserforscher im Klärwerk Hetlingen unterwegs. Organisiert wurde die Tour im Rahmen des Ferienpass-Programms des Kreisjugendrings Pinneberg (KJR).

Bereits im neunten Jahr in Folge hatte der KJR zur Besichtigung des Klärwerks eingeladen. Diesmal waren Schüler aus Hetlingen, Barmstedt, Ellerhoop, Elmshorn, Horst und Seeth-Eekholt dabei. „Der AZV ist für uns ein wichtiger Bildungspartner“, betonte Birgit Hammermann.

Die stellvertretende Geschäftsführerin ist im KJR für Bildung und Nachhaltigkeit zuständig und voll des Lobes für die Arbeit ihrer AZV-Fachkollegin Ute Hagmaier und deren Team. Die Umwelt-Exkursion war schnell ausgebucht, die raren Plätze bereits im Sommer vergeben, sagte Hammermann.

Für Paul war die Tour auch in anderer Hinsicht spannend. „Mein Opa hat hier gearbeitet, aber nun ist er in Rente“, erzählte er. Für ihn gab es auch beim zweiten Besuch Neues zu entdecken. „Ich kannte die unterirdischen Kanäle gar nicht“, sagte er.

In weiße Schutzanzüge gekleidet stapften die Schüler über das Werksgelände und hörten aufmerksam Abwassermeister Jan Groth zu, der sich als kindgerechter Erklärer präsentierte. Sogar mit Show-Effekt. Als er laut in die Hände klatschte, flogen mehr als 300 Möwen kreischend in den Himmel, um es sich kurze Zeit später wieder in dem Außenbecken gemütlich zu machen. „Die Möwen sind gern hier, weil das Klärwasser immer mindestens zehn Grad warm ist“, berichtete Groth der kleinen Besucherschar.

Im Labor konnten die Wasserforscher die wichtigsten AZV-Mitarbeiter unter die Lupe nehmen: die Mikroorganismen. Und sie lernten von Laborantin Susanne Opitz, was mit dem sogenannten Rechengut – den groben Stücken wie Toilettenpapier – passiert: Es wird zum Teil kompostiert oder geht, wie der Sand, in den Straßenbau.

Der AZV Südholstein bietet für Schulen aus der Region das Projekt „Dem Abwasser auf der Spur“ an. Die Stiftung der Sparkasse Südholstein übernimmt die Kosten der Busfahrt. Wer sich für die Besichtigungstour interessiert, kann sich an Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung, unter Telefon 04103-964291 wenden. Informationen und ein Anmeldeformular gibt es im Internet. www.azv.sh
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