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Gymnasium Wedel : Fenstersturz – „Der Junge hatte Riesenglück“

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Anders als am Mittwoch angenommen überstand der zwölfjährige Schüler in Wedel seinen Sturz aus einem Fenster unverletzt. Laut Schulleiter Gilliard gibt es keinen Hinweis auf Mobbing oder einen Suizidversuch.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Wedel | „Er hatte Riesenglück“: Erleichterung gestern am Wedeler Johann-Rist-Gymnasium (JRG). Laut Schulleiter Claus Gilliard ist der Zwölfjährige, der am Mittwoch gegen 11.45 Uhr nach einem Fenstersturz ins Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gebracht werden musste, praktisch unverletzt. Dies hätten gründliche Untersuchungen in dem Krankenhaus gezeigt, berichtete Gilliard telefonisch dem Wedel-Schulauer Tageblatt. Bereits gestern Mittag seien demnach keine Gründe mehr gesehen worden, den Jungen weiter in ärztlicher Obhut zu behalten.

Das stellte sich einen Tag zuvor noch gänzlich anders dar: Lebensgefährliche Verletzungen, so lautete zunächst nach Polizeiangaben die Einschätzung der Rettungskräfte. Bereits am Nachmittag dann eine erste Entwarnung von Seiten der Schule: Lebensgefahr bestehe nicht. Vielleicht sei es ein Schockzustand des Jungen gewesen, der zu der ersten dramatischen Annahme geführt habe, vermutet Gilliard.

Dass der Schüler aus Wedel am Ende gänzlich ohne Verletzungen davon gekommen ist, erscheint umso unglaublicher, als jetzt klar ist: Es war laut Gilliard nicht wie zunächst vermeldet der erste, sondern der zweite Stock und somit eine Sturzhöhe von rund siebeneinhalb Metern.

Keine letzte Klarheit gibt es hingegen darüber, was genau geschehen ist. Die Polizei bestätigte noch einmal, dass es keine Ermittlungen in Richtung Straftat gebe. Nach Angaben der Schule war der Raum leer und eigentlich für den Schüler tabu. Gilliard ergänzte gestern im Tageblatt-Gespräch, dass das Fenster – ein Notfall-Fluchtweg – ordnungsgemäß geschlossen gewesen sei und es zudem keine Hinweise auf Mobbing oder Selbsttötungsabsichten des Jungen gebe.

Eben dies sei am Tag nach dem Geschehen auch seitens der Lehrer in den Klassen erklärt worden. „Es gibt einen hohen Gesprächsbedarf“, so Gilliard. Kollegium und Schulsozialarbeiter würden das Ereignis mit den Schülern aufarbeiten. Wie bereits direkt nach dem Vorfall selbst. Die Schule habe dafür viel positives Echo vor allem seitens der Eltern mit Kindern in der Klasse des Zwölfjährigen erfahren.

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