FDP startet Offensive für den ÖPNV

Martin Schumacher ist einer von 14 Mitgliedern des Medienrats.
Martin Schumacher ist einer von 14 Mitgliedern des Medienrats.

AnfrageÜbergang Autal und zweiter S1-Halt im Visier

shz.de von
10. Mai 2017, 16:00 Uhr

Altstadtentlastung, Erschließung von Wedel Nord, die Verdichtung des S-Bahn-Takts, ÖPNV-Verbesserung, Fahrrad-Routen, die Wege von und nach Hamburg: Lenkung von Verkehrsströmen zählt zu den ewigen Top-Themen auf der Agenda von Politik und Verwaltung in der Rolandstadt. Problem: Macht sich Wedel allein auf den Lösungsweg, droht an vielen Ecken Stau, Stocken oder das Gegen-die Wand-Fahren.

Wedel kann häufig nur Teillösungen schaffen bei dem Versuch, Durchgangs- und Grenzverkehr zu händeln, weiß Martin Schumacher (Foto), planungspolitischer Sprecher der FDP. Dabei hat er vor allem die Stärkung von S-Bahn und Buslinien im Visier. „Um langfristig die bestehenden und sich abzeichnenden Verkehrsprobleme in den Griff zu bekommen, braucht die Stadt die Beseitigung der höhengleichen Kreuzung von Autal und S-Bahn und einen neuen S-Bahn-Haltepunkt in der Nähe der Landesgrenze“, so Schumacher. „Neben kommunalpolitischen Entscheidungen wie der S-Kurve am Breiten Weg oder dem künftigen Ausbau der Pinneberger Straße geht es dabei um Projekte, die das Land Schleswig-Holstein, das Land Hamburg, den Bund und die Bundesbahn gemeinsam betreffen.“

Die FDP hat vor diesem Hintergrund einen umfangreichen Fragenkatalog an die Verwaltung geschickt. Ziel ist laut Schumacher, das „Geflecht mit seinen komplizierten Zuständigkeiten, Planungsinstrumenten, Finanzierungsmöglichkeiten und bereits vorliegenden Gutachten zu entwirren, einen Überblick über notwendige Planungsschritte, Antragsverfahren, Finanzierungsbedingungen und insbesondere die erforderlichen Eigenmittel zu erhalten“.


Andere Ebenen einbinden


Neben Planungsstand in Sachen Bahnübergang und neue Station bei Famila wie auch Nordspange und Altstadtumfahrung wollen die Liberalen auch eruieren, inwieweit die Verwaltung bereit ist, solche Projekte in überregionalen Planungen festzuschreiben, Landtag und Hamburger Bürgerschaft zu mobilisieren oder auch Unternehmensbeteiligungen an den Verkehrsprojekten zu prüfen. „Allein schaffen wir es nicht. Wir brauchen eine Grundlage, um andere Ebenen mit einzubinden“, so Schumacher.

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