Kultur in Wedel : Farbprächtige Facetten und Formen

Der Tornescher Künstler Jörgen Habedank verwendete warme Farben für die Fenster, um dem Raum eine angenehme Atmosphäre zu verleihen.
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Der Tornescher Künstler Jörgen Habedank verwendete warme Farben für die Fenster, um dem Raum eine angenehme Atmosphäre zu verleihen.

Werke des Künstlers Jörgen Habedank ab 20.November unter dem Titel „Farbfenster und Farbfeste“ im Rathaus zu sehen.

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06. November 2013, 16:00 Uhr

Mal kräftige, mal sanfte Farben strahlen in vielen Facetten und Formen auf Glas und Leinwand. Sie zeigen Abstraktes und Konkretes – und sind sichtlich mit Leidenschaft entstanden. Zu sehen sind die Werke des Malers und Glasgestalters Jörgen Habedank ab Mittwoch, 20. November, im Wedeler Rathaus. Der Verein das Kulturforum Wedel präsentiert dort die Ausstellung „Farbfenster und Farbfeste“. Bis zum 12. Januar 2014 werden die Werke zu sehen sein.

Habedank ist Vollblutkünstler. Seit seiner Kindheit ist der heute 52-Jährige der Kunst verfallen. Er staune selbst immer wieder: „Ich bin zwar der Schöpfer, habe aber eher das Gefühl: Die Bilder überraschen mich, schöpfen sich selbst, machen mich malend, bringen mir ihre Botschaft des Neuen.“ In der Ausstellung werden Werke seiner drei Hauptrichtungen.

Das sind: Die poetische Farbmalerei, bei der Habedank kraftvolle Kompositionen als auch meditative, ruhige Farbkompositionen nutzt. Die erzählende Malerei – wobei er Collage-Zitate aus Kunstgeschichte, Fotowelt und eigener figurativer Zeichnung nutzt. Die Zitate stehen im Kontrast zur freien Farbenwelt des Künstlers. Und – als Drittes – die direkte Glasmalerei mit dem Licht.

Der in Tornesch lebende Künstler hat sein Atelier in einem alten Mühlenhaus. Seine Werke wurden bereits in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert : Habedank stellte schon in ganz Deutschland aus, aber auch in Russland (Moskau) und in den Niederlanden. Er verantwortete auch die Gesamtgestaltung einer Kirche – mit Wandmalerei und Farbfassung.

Im westfälischen Münster geboren, studierte Habedank an der dortigen staatlichen Kunstakademie. Während dieser Zeit begann er die freie Malerei. Farbe und Form nutzt er in seinen Werken als Kraftimpuls, gestaltet sie in freien Kompositionen genauso wie in architekturbezogenen Gestaltungen bei der Glas- und Wandmalerei.

„Er arbeitete schon mit den renommiertesten Glaswerkstätten Deutschlands zusammen“, sagt Monika Dohmen vom Kulturforum. Habedanks Arbeiten mit Licht und Farbe haben „ein Eigenleben voller innerer Kraft und einen fast hörbaren Klang“, so Dohmen. Sie seien unverkennbar leuchtend. Gleichzeitig sei die freier Dynamik bis ins kleinste Detail auskomponiert. Eine besondere Vorliebe hegt er für die Glasmalerei. Das zeigt sich in der Gestaltung seiner farbenprächtigen Glasbilder und Glasstelen – die in öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen zu finden sind. Anfang des Jahres wurde zum Beispiel sein Glasbild „Aufstieg ins Licht“ in der Industrie- und Handelskammer eingeweiht. Es ist mehr als sechs Meter hoch – und beeindruckt den Betrachter.

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