Wedel : Familienzentrum statt Parkplatz

Auf diesem Parkplatz in der Feldstraße würde das Familienzentrum gebaut werden. Auch die Garagen müssten weichen.
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Auf diesem Parkplatz in der Feldstraße würde das Familienzentrum gebaut werden. Auch die Garagen müssten weichen.

Die katholische Gemeinde will eine Beratungsstelle an der Feldstraße bauen. Kosten für die Stadt: 1, 5 Millionen.

shz.de von
14. Januar 2015, 16:00 Uhr

Wedel | Wo früher das Pfarrhaus der katholischen Kirchengemeinde stand, direkt neben dem Gemeindehaus in der Feldstraße, befinden sich zur Zeit eine Garage und ein Parkplatz. Geht es nach der Gemeinde, gäbe es einen besseren Verwendungszweck für das 2500 Quadratmeter große Areal – dort könnte ein sogenanntes Familienzentrum entstehen. Morgen soll das Projekt dem Bildungsausschuss vorgestellt werden – denn die Stadt Wedel müsste sich mit 1,5 Millionen Euro an den Baukosten beteiligen.

„Wir stellen fest, dass immer mehr Eltern den Kindergarten als erste Anlaufstelle bei Fragen zu Zuschüssen oder Essensgeld, aber auch bei Erziehungsproblemen sehen“, sagt Kirchenvorstand Michael Methler. Die Mitarbeiter würden bisher im Rahmen ihrer Möglichkeiten helfen. Die Überlegung des Kita-Ausschusses der Kirche: „Wenn wir mehr Platz hätten, könnten wir eine Anlaufstelle für alle Wedeler Eltern schaffen.“ Im Familienzentrum könnte die Kirche Sprachfördermaßnahmen, Heilpädagogische Maßnahmen, Schwangerschafts- und Erziehungsberatungen, Unterstützung für Eltern und Kinder mit Migrationshintergrund sowie Projekte für Alleinerziehende anbieten. Auch ein offener Mittagstisch oder Café werden angedacht. Methler betont: „Wir würden uns natürlich mit anderen Anbietern wie der Familienbildung zusammenarbeiten.“

Neben dem vielfältigen Beratungsangebot soll in dem Neubau auch Platz für 20 neue Krippen- und 20 neue Kitaplätze sein. „Plätze, die wir dringend brauchen“, wie Methler unterstreicht. In der katholischen Kita auf der anderen Straßenseite ist für eine derartige Ausweitung der Kapazitäten kein Platz mehr. Der Ausbau der Versorgung mit Familienzentren ist ein Anliegen der Landesregierung. In Wedel plant der Kita-Ausschuss des katholischen Trägers schon seit vier Jahren den Neubau. Einmal stand man schon kurz davor, die Unterstützung der Stadt zu erhalten. Doch letztlich entschied sich die Politik für eine günstigere Lösung. Mit seiner Präsentation im Ausschuss möchte Methler nun einen weiteren Anlauf unternehmen. Die Kita St. Marien könnte einen Eigenanteil von 150.000 Euro stemmen, 1,5 Millionen Euro müssten aus der Kasse der Stadt kommen. Methler: „Wir wollen das Grundstück aber gern gemeinsam mit anderen Wedelern nutzen.“

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