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Wedel : Familienbildung beantragt Erhöhung des Betriebskostenzuschusses

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

„Wir müssen die Abwärtsspirale stoppen“ - der städtische Anteil wurde 2014 um zehn Prozent gekürzt.

Wedel | 2014 setzte Wedel bei der Familienbildung den Rotstift an. Die Politik entschied sich, den Zuschuss an den Verein um zehn Prozent zu kürzen – jährlich flossen nur noch 30.800 Euro auf das Konto der Familienbildung. Der Verein beantragt jetzt bei der Stadt, die Kürzung zurückzunehmen und wieder 33.800 Euro im Jahr auszuzahlen. Außerdem soll die Stadt die Steigerung der Personalkosten übernehmen. Für das Jahr 2016 ergibt sich daraus eine Summe von 36.562 Euro.

Die Realität habe gezeigt, dass die Kürzung den Verein schwer treffen, sagt Leiterin Ulrike Wohlfahrt im Gespräch mit dieser Zeitung. Durch sparsames Wirtschaften habe die Familienbildung die die bereits 2011 und 2012 erfolgte Kürzung der Landesmittel auffangen können. Nun seien die Möglichkeiten jedoch erschöpft. Wohlfahrt beschreibt das Problem: „Durch die Reduzierung der Fördermittel und die Tariferhöhungen für die Mitarbeiter entsteht eine Lücke.“ Durch Spenden oder die Erhöhung von Kursusgebühren könne diese Lücke nicht mehr geschlossen werden. Auch um Unterstützung in Nachbargemeinden habe man sich bereits bemüht. Daher müsse die Familienbildung das eigene Angebot reduzieren. „Dabei nehmen wir natürlich vor allem kostenlose Kurse unter die Lupe, oder solche, die keine ausreichende Deckung haben.“ Das Problem an diesem Vorgehen: Die wichtige Zuweisung von Landesmitteln ist von der Breite des Angebots abhängig. Weniger Kurse bedeuten weniger Geld, was wieder zu Kürzungen im Angebot führt. „So geraten wir in eine Abwärtsspirale, die wir stoppen müssen“, betont die Leiterin der Einrichtung am Rathausplatz. 2014 sei bereits ein Defizit von mehr als 9900 Euro aufgelaufen.

Um die Gehälter zu bezahlen, musste der Verein in letzter Zeit bereits seine Liquiditätsreserven angreifen, die niedriger liegen als vom Paritätischen Wohlfahrtsverband empfohlen. Ein Problem, das dadurch verschärft wird, dass Fördermittel des Landes immer häufiger erst zur Jahresmitte ausgezahlt werden. Wohlfahrt: „Gehälter sind aber nun mal jeden Monat fällig.“

Dem Verein sei klar, dass es sich um eine freiwillige Leistung handle und dass die Stadt Geld sparen wolle. Wohlfahrt erinnert aber auch daran, dass die Familienbildung Wedel Vertragspartner anderer Einrichtungen und diesen verpflichtet sei. Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport berät am Mittwoch, 4. November, ab 19 Uhr im Sitzungsraum Vejen des Rathauses. Dann steht auch der Antrag der Familienbildung auf der Tagesordnung.

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erstellt am 28.Okt.2015 | 10:00 Uhr

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