zur Navigation springen

Moorrege : Facelifting für die RegMo zum 40. Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Aus der Regional- wird eine Gemeinschaftsschule: Haupt- und Realschüler werden bis Klasse 9 gemeinsam unterrichtet.

shz.de von
erstellt am 16.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Die Regionalschule Moorrege (RegMo) stellt sich neu auf: Zum 1. August wird die seit vier Jahrzehnten bestehende Bildungseinrichtung Gemeinschaftsschule. Neuer Name, neues Logo, neue Schulkleidung – das steht zum 40. Geburtstag an. Und auch Inhaltlich ändert sich einiges: Wurden bisher lediglich die Haupt- und Realschüler der 5. und 6. Klassen gemeinsam unterrichtet, wird es künftig bis Klasse 9 sein. Auch Nachmittagsbetreuung gehört dazu. Wie die aussehen soll, darüber wird derzeit hinter den Kulissen hart verhandelt.

Der Beschluss für eine Offene Ganztagsschule fiel in der Schulkonferenz einstimmig, sagte Rektorin Karen Frers. Den Antrag zur Realisierung aber kann nicht die Schule, sondern nur der von den Gemeinden Moorrege, Heist, Haseldorf und Haselau getragene Schulverband beim Kieler Kultusministerium stellen. Ein von Eltern und Lehrern abgesegnetes Konzept eines Offenen Ganztagsangebots umfasst sieben Seiten und kann für die Schulträger richtig teuer werden. Für die Nachmittagsbetreuung bis spätestens 16 Uhr sollen auch Vereine und Verbände sowie die Volkshochschule mit ins Boot geholt werden.

Derzeit besuchen 500 Jungen und Mädchen die RegMo, davon kommt nur etwa die Hälfte aus den Trägergemeinden. Der Ruf der kleinen Schule ist so gut, dass zusätzlich Schüler aus Hetlingen, Holm, Appen, aber auch aus Uetersen, Tornesch und Wedel kommen. (wir berichteten). „Eltern schätzen unsere überschaubare Größe, wir haben ein Miteinander, Schüler, Eltern und Lehrer sind immer im Gespräch“, sagt Frers selbstbewusst. Neulinge, die von Hamburger Schulen kommen, stellten dann schon mal fest: „Hier bin ich ganz persönlich gemeint.“

Dieses Miteinander soll nun weiter ausgebaut werden. „Wir sind die einzige Schule in der Gegend, die bisher kein Ganztagsangebot hat“, betont Frers. Der Bedarf wachse stetig. Wie groß der Wunsch nach Betreuung ist, wurde bei der Einschulung 2013 abgefragt. Die Hälfte der Fünftklässler hätten gern auf Betreuung und Mittagstisch zurückgegriffen, so Frers. Da die Betreuungszeiten der Kitas heute selbstverständlich in den Nachmittag reichten, auch die Grundschulen den Service bieten, müsse die RegMo nachziehen. „Wir müssen dieser Entwicklung Rechnung tragen“, betont die Schulleiterin.

Bisher hat Kiel das Konzept nicht abgesegnet, weil es keine Mittagsversorgung gibt (wir berichteten). Geplant wird trotzdem gewissenhaft, damit nach den Sommerferien durchgestartet werden kann. Das betrifft allerdings vorerst die neuen Fünftklässler, die Schulleiterin rechnet mit Dreizügigkeit. „Vielleicht können wir auch die 6. Klassen mit einbeziehen“, hofft Frers. Im Haushalt des Schulverbands gibt es noch keine Berücksichtigung der Neuerungen. Eine Kostenprognose will Frers nicht abgeben: „Ich kann nicht abschätzen, was der Verband will.“

Damit die Kosten im Rahmen bleiben für die vier Gemeinden, könnte der Schulverband vergrößert werden, beispielsweise durch Holm und Appen. Gespräche seitens der Politik laufen. Frers: „Eltern und Lehrkräfte sind frohen Muts, nun hoffen wir, dass sich die Politik begeistert für die Zukunft unserer Schule.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen