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Wohnprojekt in Wedel : Es werden Bewerber gesucht

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

„Marschkieker“ am Kirchstieg: Käufergemeinschaft kann Gemeinschaftshaus mitgestalten. Zwölf Millionen Euro Gesamtinvestition.

Wedel | Die Parameter der Gebäudehülle stehen: zwei Stockwerke plus Staffel ganz im Westen des Baugebiets mit Blick auf die Marsch, das Ganze unterteilt in zehn Wohnungen. Spannend ist nun, wie diese Hülle mit Leben gefüllt wird – auch für die, die sie stellen. Mit dem westlichen Haus der Anlage „Marschkieker“ realisieren Joachim Rehder und Junior Stephan erstmals ein Wohnprojekt.

Bis Ende Februar wollen sie sich für eine Gruppe von Käufern entscheiden, die auf dem Filetgrundstück an der Geestkante ihre Vision des gemeinschaftlichen Wohnens verwirklichen möchten.

Ein Wohnprojekt speziell für ältere Menschen, für generationenübergreifendes Wohnen, für Menschen mit und ohne Handicaps oder mit speziellem Interesse an ökologischem oder autofreiem Wohnen: „In welche Richtung genau die Reise geht, steht noch nicht fest“, sagt Stephan Rehder. Er zeichnet federführend für die Marschkieker-Konzeption verantwortlich. Abgesehen von einigen Vorgaben bezüglich des Baukörpers und technischer Notwendigkeiten solle die Käufergemeischaft selbst über die Gestaltung bestimmen. Wichtig sei, dass sich eine Gruppe bereits vorher zusammengefunden und über den Rahmen geeinigt habe, so Joachim Rehder.

Vier Interessenten-Gemeinschaften gebe es bereits – weitere seien willkommen. Wobei Rehder rät, im Zweifel auf externe Hilfe von Vereinen und Institutionen zurückzugreifen, die solche innovativen Wohnformen professionell begleiten würden.

Nach der Entscheidung für eine Käufergruppe – die zehn Eigentumswohnungen sollen zwischen 65 und 130 Quadratmeter groß sein – bleibt etwa ein halbes Jahr der konkreten baulichen Ausgestaltung des Wohnprojekts. Spätestens im November 2015 soll der erste Spatenstich für den „Marschkieker“ sein. Veranschlagte Bauzeit: rund eineinhalb Jahre.

Zu der Anlage zählen neben dem Gemeinschaftshaus zwei weitere Gebäude mit 16 Eigentumswohnungen sowie ein Haus mit 14 Mietwohnungen, das mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung gebaut wird. Auch das ein Novum für Rehder. Das Gesamtinvestitionsvolumen beziffert der Senior des Bauunternehmens auf zwölf Millionen Euro.

Apropos Geld: Die 1,6 Millionen Euro, für die Rehder das Areal von der Stadt gekauft hat, fließen erst, wenn der B-Plan steht. Zurzeit befindet er sich in der Abwägung. Zur strittigen Frage der Erschließung sagt Rehder: Er gehe davon aus, dass Baustellenzufahrt und Rettungswege über den Kirchstieg erfolgen und der Pkw-Verkehr über die Rudolf-Höckner-Straße geführt werde.

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erstellt am 26.Nov.2014 | 10:00 Uhr

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