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35 Jahre nach seinem Tod : Ernst Barlach Museum ehrt John Lennon

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Vor 35 Jahren wurde Lennon vor seinem Haus in New York erschossen. Das Wedeler Ernst Barlach Museum ehrt Lennon mit einer Sonderausstellung.

Wedel | Stell Dir vor, es gibt keine Staaten und keine Religion. Nichts, wofür man töten oder sterben muss. Stell Dir vor, alle Menschen leben in Frieden... Diese Zeilen aus dem Lied „Imagine“ von John Lennon haben an Aktualität nichts verloren. Lennon wäre in diesem Jahr 75 Jahre alt geworden. Vor 35 Jahren  wurde er vor seinem Haus in New Yorkerschossen. Das Wedeler Ernst Barlach Museum ehrt Lennon mit einer Sonderausstellung.

„Musiker, Poet, Zeichner, Aktivist“ – diese Schlagwörter liefert das Wedeler Ernst Barlach Museum zu John Lennon. Ab Sonnabend, 3. Oktober, widmet es dem Künstler eine Sonderausstellung, die das Leben und künstlerische Schaffen von Lennon von seinen ersten Auftritten mit den Beatles  im Hamburger Star Club bis zu seinem gewaltsamen Tod am 9. Dezember 1980 zeigt.

John Winston Lennon wurde am 9. Oktober 1940 in Liverpool geboren. Mit 16 Jahren gründete er seine erste Band, The Quarrymen, aus der später The Beatles hervorgingen. Zu dieser Zeit war Lennon an der Liverpooler Kunsthochschule eingeschrieben, vernachlässigte sein Studium jedoch zu Gunsten der Musik.

„Love Me Do“, die erste Single der Beatles, erschien 1962. Bereits die zweite Single „Please Please Me“ setzte sich an die Spitze der britischen Charts und mit ihrem Song „I Want to Hold Your Hand“ feierte die Band ab 1964  auch in den USA Erfolge. Im selben Jahr drehte der Regisseur Richard Lester mit den Musikern den Film „A Hard Day’s Night“, der sich auf ironische Weise der Beatlemania nähert.

Lennon beschloss anschließend, sich als ernsthafter Songwriter zu etablieren und konzentrierte sich zunehmend auf die Texte seiner Stücke. Zudem setzte er eigene Projekte um. So erschienen 1964 und 1965 zwei Sammlungen mit Kurzgeschichten, die er verfasst hatte und zu denen er auch die Illustrationen beitrug. Außerdem übernahm er eine Rolle im Antikriegsfilm „Wie ich den Krieg gewann“ – seitdem wurde  die runde Nickelbrille zu seinem Markenzeichen.

Ab 1968 war Lennon mit der japanischen Avantgarde-Künstlerin Yoko Ono liiert. Gemeinsam kämpften die beiden auf künstlerische und aktionistische Weise für Frieden. Ihr erstes gemeinsames Werk, das Album „Unfinished Music No.1: Two Virgins“ sorgte allerdings für einen Skandal, da es die beiden auf seinem Cover nackt abbildete.  Ihre Flitterwochen verbrachten Lennon und Ono als „Bed In“. Eine Woche lang gaben sie aus ihrem Hotelbett Interviews, als „Werbespot für den Frieden“, wie sie es nannten.

1971 zogen Lennon und Ono nach New York. Im Dezember des Jahres veröffentlichten sie die Single „Happy XMas (War Is Over)“. Im Folgejahr erschien  ihr Album „Some Time in New York City“. Es enthält zahlreiche Protestlieder, die sich etwa mit dem Nordirland-Konflikt oder der Rolle der Frau in der damaligen Gesellschaft befassen. Am 1. April 1973 riefen sie den fiktiven Staat „NUTOPIA“ aus, der weder Grenze noch Pässe kennen sollte und dessen Hymne aus einer dreisekündigen Stille bestand.

Nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes 1975 zog Lennon sich ins Privatleben zurück, erst  1980 nahmen er und Ono ihre zwei letzten gemeinsamen Alben  auf. Am 8. Dezember 1980 wurde Lennon vom geistig verwirrten Mark David Chapman vor dem Dakota-Building erschossen. An einer von Ono einberufenen Gedenkfeier  im Central Park nahmen am 14. Dezember mehr als 100.000 Menschen teil.

„Imagine John Lennon“, 3. Oktober 2015 bis 28. Februar 2016, Ernst Barlach Museum, Mühlenstraße 1 in Wedel, dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr.
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erstellt am 17.Sep.2015 | 10:00 Uhr

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