„Die Anmeldungen sind explodiert“ : Erfolgreiche Sommerferienwoche der Christusgemeinde in Wedel

Nicht nur die Kinder, auch die 13 Betreuer hatten jede Menge Spaß an der Reise in die Vergangenheit.
Nicht nur die Kinder, auch die 13 Betreuer hatten jede Menge Spaß an der Reise in die Vergangenheit.

Während der Sommerferienwoche der Christuskirchengemeinde haben 50 Kinder das frühere Leben auf dem Lande ausprobiert.

shz.de von
28. Juli 2015, 14:00 Uhr

Wedel | Zwischen den Bäumen spannt sich die Slackline. Daneben werkelt Marie Petersen an der Schokokuss-Wurfmaschine. Pastor Udo Zingelmann steht am Grill. Und Kantor Freimut Stümke ruft alle seine jungen Darsteller zusammen. Eine letzte große Probe steht an. Am Nachmittag soll das selbstkreierte Musical in der Christuskirche Verwandten und Freunden als Abschluss der Kirchengemeinde-Sommerferienwoche präsentiert werden. Die aufgeweckte Lea, die im Stück Tochter Anna spielt, steht im schmucken roten Dirndl bereits fertig eingekleidet bereit. Von Aufregung ist bei der jungen Akteurin nichts zu spüren. Nur große Lust, endlich mit dem Singen und Spielen loszulegen.

„Das Leben auf dem Lande – Und wie es früher war“ lautete diesmal das Motto der Woche. Und das kam sehr gut an. „Die Anmeldungen sind explodiert“, verrät die verantwortliche Petersen. 50 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren haben sich eine Woche lang täglich von 13 Mitarbeitern betreut in die ländliche Vergangenheit begeben.

Das bedeutete Butter stampfen, Getreide mahlen und Erdbeermarmelade einkochen. Aber auch mit Kartoffeln Kissen bedrucken, Holztiere und Stall anmalen oder „Filzen mit Marie“. Morgens standen auf großen Pappschildern die Angebote des Tages unter denen die Kinder wählen konnten. Das Mittagessen kam nicht vom Caterer, betont Petersen, sondern wurde täglich frisch vor Ort zubereitet. Einmal sogar von einer Kindergruppe, die Gemüsesuppe und rote Grütze gekocht und Brot selbst gebacken hat.

Anfassen und ausprobieren erlaubt

Auch Ausflüge standen auf dem Programm. Petersen und ihr Team hatten eine Rallye durch Alt-Sülldorf vorbereitet. Und ein Quiz, das nach Funktion und Handhabung alter Gerätschaften fragte. In Rissen wurde der Raalandshof gestürmt. Dort heißt die Devise: anfassen und ausprobieren erlaubt. Die Ferienkinder pumpten beispielsweise fleißig das Wasser zutage, damit andere mit Riffelbrett die Wäsche wie in alten Zeiten waschen konnten.

„Das kam alles ganz toll an“, zieht Helferin Carmen Kohn positive Bilanz. Auch Stühmke freut sich über die Beiträge seiner Darsteller: „Die Kinder sind mit viel Kreativität dabei“, schwärmt der Kantor.  

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