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Wedel-Schulauer Tageblatt

15. Dezember 2017 | 21:12 Uhr

Baupläne : Entsteht hier Wedels neue Kita?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Katholische Kirche stellt Grundstück für neue Einrichtung zur Verfügung. Wedel soll Planungskosten übernehmen.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2016 | 12:15 Uhr

Wedel | Der Bedarf an Kitaplätzen ist in Wedel nach wie vor groß. Die Betreuungsquote liege bei 40 Prozent, so Burkhard Springer aus der Wedeler Verwaltung. Doch mindestens 80 bis 100 stünden noch auf der Warteliste, schätzt der Fachdienstleiter. Auch wenn sich Familien in mehreren Einrichtungen anmelden und die Zahlen keine absoluten sind: „Bedarf ist aus unserer Sicht da“, sagt Springer.

Stadt und Politik suchen schon länger nach einer freien Fläche und nach einem möglichen Träger. Bisher vergeblich. Mit der katholischen Kirchengemeinde St. Marien und deren Grundstück in der Feldstraße gegenüber der bestehenden Einrichtung ist jetzt wieder Bewegung ins Projekt „Neue Kita“ gekommen. 100.000 Euro sollen im nächsten Haushalt für erste Planungen eingestellt werden. „Die im Haushalt 2016 bereitgestellten Investitionsmittel unter dem Titel Neue Kita Fröbel werden entsprechend umgewidmet“, heißt es in einem Beschlussvorschlag für den Rat, der morgen zusammenkommt.

Die Idee, mit der katholischen Kirchengemeinde zusammenzuarbeiten, ist nicht neu. Bereits 2014 gab es Gespräche über Pläne für einen Kitaneubau. Doch kircheninterne Umstrukturierungen und ein Bistumsbeschluss sorgten recht schnell wieder für deren Ende. Die Katholische Kirche wollte ihre Gemeinden in ganz Deutschland neu formieren und hatte, damit keine Fakten geschaffen werden, einen allgemeinen Investitionsstopp verfügt.

Der Prozess ist bis heute nicht abgeschlossen, die pastoralen Räume werden nach wie vor neu gebildet, doch hat die Gemeinde St.Marien dennoch eine Lücke gefunden, das Projekt wiederaufzunehmen. „Wir werden als Kirche nicht investieren, sondern nur das Grundstück zur Verfügung stellen“, erklärt Michael Methler vom Kirchenvorstand. Eine Win-Win-Situation auch für die Stadt. Die Katholische Kirche, deren bisherige Einrichtung dieses Jahr 60. Geburtstag feiert, sei seit Jahrzehnten ein guter Träger, die zentrale Lage an der Feldstraße ausgezeichnet, lobt Springer.

Vor zwei Jahren wurde noch mit 20 bis 30 Plätzen geplant. Das ist überholt, erklärt der Fachdienstleiter. Mindestens 30, vielleicht 40 Krippenplätze sind jetzt in der Kalkulation. „Wir denken schon an drei Krippengruppen und eine Elementargruppe“, bekennt er. Der Trend geht zu Ganztagsplätzen. Die sollen auch angeboten werden. Sind die Planungskosten bewilligt, geht es an die Konkretisierung. Der Auftrag für einen Vorentwurf sei raus, sagt Kirchenvorstand Methler. Die Stadt rechnet laut Springer mit einem Baubeschluss im Frühjahr. Insgesamt sind für das Kitaprojekt 1,5 Millionen in den nächsten Haushalt und eine Million für 2018 eingestellt. „Man will ja im nächsten Jahr handlungsfähig sein“, erklärt Springer.  

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